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Entscheidung über Abriss oder Erhalt von zwei Gebäuden vertagt

Diskussion um alte Kaserne geht weiter

HAMELN. Stadtteilprägend oder nicht? Wirtschaftlich tragbar oder ein finanzielles Risiko? Die Diskussion um Abriss oder Erhalt von zwei Gebäuden auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne geht weiter. Nach wie vor sind die Meinungen geteilt, das zeigte die Sitzung des Rates am Mittwoch deutlich.

veröffentlicht am 26.09.2018 um 22:30 Uhr
aktualisiert am 27.09.2018 um 13:30 Uhr

Wirtschaftlich tragbar oder ein finanzielles Risiko? Die Diskussion um Abriss oder Erhalt von zwei Gebäuden auf dem Gelände der Linsingen-Kaserne geht weiter. Foto: Dana
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Die Kasernengebäude waren das beherrschende Thema des Abends – obwohl es eigentlich nichts zu entscheiden gab. Dem Prüfauftrag der SPD, die finanzielle Mehrbelastung bei Erhalt der Gebäude aufzuzeigen, war die Verwaltung nachgekommen. Weil die SPD – die klar für den Erhalt ist – erklärte, noch Fragen zu den Kosten zu haben, stimmten bis auf die Grünen alle Ratsmitglieder dafür, das Thema wieder in den Stadtentwicklungsausschuss zu schieben. Spätestens, wenn im November erneut der Rat tagt, erwartet Oberbürgermeister Claudio Griese eine Entscheidung darüber, ob abgerissen werden soll – wie es die CDU gern hätte – oder ob man das Zeitfenster bis Ende des ersten Quartals 2021 nutzen will, um einen Investor zu suchen. Einen, der willig ist, die Gebäude in seine Pläne zu integrieren. So lange zu warten, wäre möglich, weil aus dem Kaufvertrag mit der Bima erst ab diesem Zeitpunkt weitere Kosten entstehen. Steuergelder in Höhe von rund 150 000 Euro müssten dennoch für Vorhaltekosten wie Versicherungen, Grundsteuer, Wachschutz ausgegeben werden, mahnte Griese, diese müssten außerdem vor der Kommunalaufsicht gerechtfertigt werden.

FDP, Linke und Piraten sehen indes keinen Anlass, die Gebäude verfrüht abzureißen. „Bis heute ist kein Investor da und es gibt keinen Vertrag mit der Technischen Akademie“, erklärte Hans-Wilhelm Güsgen (FDP). Und: Sollte sich ein Investor finden, der die Gebäude nicht nutzen will, würde sich auch die FDP nach diesem richten. Nachdem Rüdiger Zemlin (FDP) die Idee in den Raum geworfen hatte, sich auch ein Hotel auf dem Gelände vorstellen zu können, sah sich der OB zu der Frage veranlasst, ob das Ziel, dort einen Bildungs- und Gesundheitscampus zu errichten, bei einigen langsam aus dem Blickfeld gerate.

Und was sagen die Grünen, das Zünglein an der Waage? Während sich Wolfgang Meier gegen den Erhalt positionierte, erklärte der Fraktionsvorsitzende Sven Kornfeld nach der Sitzung, dass seine Meinung noch reifen müsse: „Es sind ja noch sechs Wochen Zeit.“



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