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Profilbildung wirft weiter Fragen auf

Bildungscampus: Politik hat noch Beratungsbedarf

HAMELN. Gut Ding will Weile haben. Dass auf dem ehemaligen Militärgelände Linsingen ein Bildungs- und Gesundheitscampus entstehen soll, ist zwar schon länger Konsens. Doch die Politik wollte von der Stadtverwaltung dann noch erfahren, was genau in diesem Zusammenhang eigentlich unter „Bildung“ und „Gesundheit“ zu verstehen sei. Also erarbeitete die Verwaltung eine „Profilbildung“ für den geplanten Campus in der Nordstadt (wir berichteten) und legte diese am Mittwoch dem Finanzausschuss vor, der darüber befinden sollte. Doch dazu kam es nicht.

veröffentlicht am 06.09.2018 um 19:11 Uhr
aktualisiert am 06.09.2018 um 20:00 Uhr

Auf dem ehemaligen Linsingen-Gelände soll ein Bildungs- und Gesundheitscampus entstehen. Doch die Politik hat noch Fragen. Foto: Dana

Autor:

Philipp Killmann und Birte Hansen-Höche
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Karin Echtermann (SPD) merkte an, dass die SPD noch nicht dazu gekommen sei, sich eingehend mit dieser umfangreichen Vorlage zu befassen, und beantragte, im Oktober im Stadtentwicklungsausschuss darüber zu befinden. Die Stadtverwaltung hatte die Vorlage eigenen Angaben zufolge vor dann anderthalb Wochen in die Ratspost gegeben.

Aber auch Hans Wilhelm Güsgen von der FDP war dies zu kurzfristig. Er kritisierte zudem, dass die Vorlage nicht im Finanzausschuss, sondern zunächst im Stadtentwicklungsausschuss zu beraten und „Seite für Seite“ zu besprechen sei.

Oberbürgermeister Claudio Griese (CDU) entgegnete, dass die Vorlage deshalb nicht in den Stadtentwicklungsausschuss gegangen sei, da sie keinerlei Bebauungs- oder Flächennutzungspläne beinhalte. Bei der „Profilbildung“ handele es sich um einen „Kriterienkatalog“, nicht um Baupläne.

Dieser Auffassung schloss sich Thorsten Sander von der CDU an. Die CDU/DU/UFB-Fraktion wolle darüber abstimmen, zumal dann auch das Thema Rathaus-Neubau auf Linsingen „vom Tisch“ sei, so wie es laut Ratsbeschluss auch vorgesehen ist. Zuletzt hatte der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Thomas Meyer-Hermann selbst noch das Linsingen-Gelände als möglichen Standort für ein modernisiertes Rathaus ins Gespräch gebracht (wir berichteten). Wolfgang Meier (Grüne) befand die Profilbildung „in vielen Aspekten“ zwar für „sehr gut“. Es brauche aber noch Zeit, sich über die Vorlage zu beraten.

Stadtbaurat Hermann Aden erklärte sich indes bereit, in die einzelnen Fraktionen zu kommen, um dort die Fragen nach „Bildung“ und „Gesundheit“ zu erläutern. Der Ausschuss stimmte mehrheitlich dafür, die Vorlage in den Stadtentwicklungsausschuss im Oktober zu schieben.

Was bedeutet dieser Aufschub nun für die Stadtverwaltung und die Gesellschaft für Sozialen Wohnungsbau und Projektentwicklung (GSW)? Geraten die Planer jetzt in Zeitverzug? Christian Mattern von der GSW sieht es gelassen. Das sei aus seiner Sicht zwar bedauerlich, weil die GSW für ihre Arbeit, Interessenten zu gewinnen, jetzt noch keine feste Richtlinie habe. Doch im Zeitplan werfe ihn das nicht zurück. Wenn denn eine Entscheidung noch in diesem Jahr gefällt werde, habe es keine Auswirkungen.

So sieht man es auch bei der Stadtverwaltung. Zwar könnten Stadt und GSW jetzt noch „nicht aktiv in die Vermarktung einsteigen“. Die Verwaltung gehe aber davon aus, den Zeitverlust verkraften zu können. „Noch ist das Kasernengelände nicht baureif, die Zeit rennt uns also noch nicht davon“, so Stadtsprecher Thomas Wahmes.



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