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Abwarten und weitergucken

Abriss oder Erhalt? Entscheidung zu Linsingen-Gebäuden vertagt

HAMELN. Sie haben entschieden. Und zwar, dass sie nicht entscheiden über die Zukunft der drei in die Diskussion geratenen Häuser auf dem Linsingen-Gelände an der Süntelstraße, zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. Somit lassen die Politiker, die sich im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss getroffen haben, noch weiter offen, ob alle drei ehemaligen Kasernengebäude abgerissen werden sollen oder ob eines oder zwei stehen bleiben.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 16:44 Uhr

Streitobjekt: die Gebäude auf dem Linsingen-Gelände. Foto: Dana
Birte Hansen

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Birte Hansen-Höche Reporterin zur Autorenseite
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Die Diskussion um diese Häuser verläuft seit mehreren Monaten rund um die und zwischen den Positionen „stadtteilprägend und daher erhaltenswert, „zu teuer, sie zu sanieren“ und „vielleicht findet sich ein Interessent, der erhalten und fürs Sanieren zahlen möchte“. Eigentümerin der Häuser ist die städtische Gesellschaft für Soziales Wohnungen und Projektentwicklung (GSW). Sie hatte unlängst umfangreiche Rechnungen aufgestellt, aus denen hervorgeht, dass es aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten unvernünftig wäre, die Häuser zu sanieren und dann zu versuchen, sie zu vermieten oder zu verkaufen. Mehr noch: Ab einem Zeitpunkt im ersten Quartal des Jahres 2021 fallen nach GSW-Aussagen weitere Erhaltungskosten an, wenn die Gebäude dann nicht abgerissen werden. Für den Abriss der drei Häuser kalkulierte die GSW mit etwa 600 000 Euro, für einen Erhalt und Sanierung – je nachdem , ob zwei oder drei Häuser – mit Kosten zwischen 9,1 und 15,6 Millionen Euro. Würden die Häuser zunächst nur erhalten, fielen einmalige Vorhaltekosten von 123 000 Euro an zuzüglich jährlicher Unterhaltungskosten von 64 000 Euro und weiteren Nachzahlungskosten (etwa 220 000 Euro) an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). Der Kaufpreis, den die Bima für das Gelände samt Gebäuden erhalten hat, war auf der Grundlage errechnet worden, dass die besagten Häuser abgerissen werden.

Die Politikerinnen und Politiker im Hamelner Rat sind bislang geteilter Meinungen: Die Sozialdemokraten würden die drei Häuser grundsätzlich lieber erhalten, die CDU nicht, FDP, Linke, Grüne und Piraten sahen bislang keinen Anlass, die Gebäude frühzeitig abzureißen, wenn doch bis 2021 Zeit sei. Oberbürgermeister Claudio Griese hatte im September angemahnt, dass er im November eine Entscheidung erwarte, wie verfahren werden soll – jetzt wird es März, vielleicht.



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