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Verhältnisse in den neun Hamelner Ortsräten bleiben weitestgehend wie seit 2011

Größte Überraschung in Klein Berkel

veröffentlicht am 12.09.2016 um 18:08 Uhr

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Autor:

Diana Koschorreck und Christian Vogelbein

Dort löst die SPD überraschend die CDU als stärkste Partei ab. Mit 34,12 Prozent der Stimmen hat sie in den kommenden fünf Jahren einen knappen Vorsprung vor der CDU (32,70 Prozent). Heißt: Für die Sozialdemokraten gibt es einen Sitz mehr (SPD 4, CDU 3).

Der nächste Paukenschlag traf die Hamelner Liberalen schon vor der Wahl knallhart: Gleich bei drei Ortsräten, in denen sie zuvor noch angetreten waren, tauchte die FDP nicht mehr auf den Wahllisten auf. Die Rede ist von Halvestorf, Haverbeck und Hastenbeck. Wenn sie in Ersteren auch keinen Sitz ergattern konnte, so hatte sie doch 2011 zumindest im Ortsrat Hastenbeck noch zwei Sitze innegehabt – und geht jetzt leer aus. Im Ortsrat Hilligsfeld hat wieder die Freie Wählergemeinschaft am besten abgeschnitten. Mit 41,92 Prozent der Stimmen liegt sie vor CDU (37,84 Prozent) und SPD (20,24 Prozent), hat aber – genau wie die CDU – zwei Sitze im Rat. Einzelbewerber Holger Steinhoff hat bei der Ortsratswahl in Haverbeck satte 347 Stimmen auf sich vereint – das entspricht 26,30 Prozent. Damit bekam er übrigens mehr Stimmen als die ganze SPD (309), aber nur einen Sitz. Die SPD erhielt ebenfalls einen Sitz und die CDU ergatterte drei.

SPD in Tündern top, Liberale legen deutlich zu

TÜNDERN. Im Ortsrat von Tündern bleibt die SPD stärkste Kraft mit vier Sitzen (40,14 Prozent) vor der CDU mit drei Sitzen (30,10 Prozent). Die Grünen verlieren einen von zwei Sitzen (13,34 Prozent), die FDP gewinnt deutlich (16,30 Prozent), bleibt aber bei einem Sitz im Ortsrat. Im Vergleich verliert die SPD trotzdem leicht zu den Wahlen vor fünf Jahren (39,78 Prozent), die CDU legt leicht zu (32,69 Prozent). Die Grünen waren vor fünf Jahren deutlich stärker (18,66 Prozent), die FDP steigert sich deutlich (2011: 8,85 Prozent).

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  • Ortsbürgermeisterin bleibt vermutlich Bettina Schultze. Foto: PR
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  • Bestes Ergebnis in Klein Berkel: Kurt Meyer-Bergmann (SPD). Foto: PR
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  • Elke Meyer (SPD). Foto: PR

Deutlich gestiegen ist auch die Wahlbeteiligung in Tündern. Schafften es vor fünf Jahren gerade mal 52,23 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne, waren es am vergangenen Sonntag 59,21 Prozent der 2116 Wahlberechtigten, die eine Stimme für ihren Kandidaten oder ihre Partei abgegeben haben. Es ist nach diesem Ergebnis also davon auszugehen, dass sich in Tündern zunächst nicht viel ändern wird und Elke Meyer weiterhin die erste Frau im Ort bleibt. FDP-Mann Herbert Habenicht wird seinen Wahlerfolg jedoch vermutlich deutlich machen. cv

SPD wieder stärkste Partei im Ortsrat Sünteltal

SÜNTELTAL. Viel geändert hat sich nicht im Ortsrat Sünteltal. Noch immer ist die SPD stärkste Partei (60,60 Prozent). Neben ihr ziehen, wie bei der Wahl im Jahr 2011, die CDU (32,42 Prozent) und die FDP (6,97 Prozent) ein. Auch an der Wahlbeteiligung im Sünteltal veränderte sich kaum etwas . Wählten 2011 noch 63,79 Prozent, so waren es in diesem Jahr knapp ein Prozent mehr (64,70 Prozent). Das Verhältnis bei der Sitzverteilung im Ortsrat Sünteltal ist ebenfalls gleich geblieben. SPD (5 Sitze) und CDU (3 Sitze) haben jeweils zwei Sitze weniger als noch 2011. Die FDP hat ihren einen Platz behalten. Diesen hat Ulrich Schmidt verteidigt. Aufseiten der SPD gibt es im Ortsrat keine neuen Gesichter. Für die CDU zieht Stephan Torster neu ein. Er bekam seinen Platz über die Liste. dk

In Klein Berkel wendet sich das Blatt

KLEIN BERKEL. In Klein Berkel ist die Führung der SPD (34,12) vor der CDU (32,70) knapp. Die Grünen (16,97 Prozent) und die FDP (16,19 Prozent) folgen dahinter. Der Ortsrat in Klein Berkel wird in Zukunft vorbehaltlich mit vier Politikern der SPD, drei der CDU, einem Grünen und zwei von der FDP besetzt. Die Wahlbeteiligung liegt mit 56,87 Prozent im Schnitt.

Vor fünf Jahren sah das noch ganz anders aus, als gerade einmal 49,09 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne gingen. Damals entschied sich die Mehrheit (33,19 Prozent) noch für die CDU, die SPD hatte mit 30,71 Prozent das Nachsehen, dicht gefolgt von den Grünen mit 28,08 Prozent. Auch die FDP konnte in diesem Jahr deutlich zulegen: Vor fünf Jahren hatten sich 7,99 Prozent der Wähler für „die Gelben“ entschieden. Welche Folgen das neue Ergebnis für das Bürgermeisteramt haben wird, bleibt noch offen. Bisher war Ilona Bode-Wißmann die erste Frau in Klein Berkel. Doch jetzt hat die SPD das Sagen und Kurt Meyer-Bergmann geht gestärkt aus der Wahl. cv

Rot-Schwarz in Halvestorf

HALVESTORF. Nach wie vor teilen sich in Halvestorf die SPD und die CDU die Sitze im Ortsrat untereinander auf. Zuvor war die Differenz der Sitze allerdings größer. In 2011 besetzte die SPD sieben und die CDU lediglich vier. Nun gibt es insgesamt nur sieben Sitze im Ortsrat, wovon die SPD vier und die CDU drei hat. Ein neues Gesicht gibt es nur in der CDU. Hier konnte Renee Mittag mit 61 Stimmen über die Personenwahl in den Ortsrat einziehen. Konnte die FDP 2011 zwar keinen Sitz, aber immerhin 0,87 Prozent der Stimmen ergattern, so sind sie in diesem Jahr gar nicht angetreten. dk

CDU bleibt dominant

HAVERBECK. In Haverbeck bleiben auch weiterhin die CDU-Kandidaten weit vorne. Sie haben mit 50,26 Prozent knapp die absolute Mehrheit errungen, haben im Vergleich zur vergangenen Wahl 2011 aber fast zehn Prozentpunkte verloren. Die SPD kommt nur auf 23,42 Prozent, Einzelkandidat Holger Steinhoff liegt bei satten 26,3 Prozent. Beide bekommen jeweils einen Sitz im Ortsrat Haverbeck. Die FDP hat diesmal keinen Kandidaten gestellt. cv

CDU bleibt an der Spitze

HASTENBECK. Mit 61,86 Prozent hat die CDU im Ortsrat Hastenbeck – genau wie 2011 – einen großen Vorsprung vor der SPD (38,13 Prozent). Anders als bei der letzten Wahl trat die FDP hier in diesem Jahr nicht an. 2011 hatte sie noch zwei Sitze im Ortsrat gehabt. Nun erkämpften sich die CDU vier und die SPD drei Sitze. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird auch in dieser Legislaturperiode Walter Kinast wieder Ortsbürgermeister werden. Er konnte bei der Wahl 665 Stimmen auf sich vereinen. dk

Spannung in Hilligsfeld

HILLIGSFELD. In Hilligsfeld verschieben sich die Verhältnisse: Statt neun wird es von nun an nur noch fünf Sitze im Ortsrat Hilligsfeld geben. Die Freie Wählergemeinschaft ist mit 41,92 Prozent Wahlsieger, hat jedoch ebenso wie die CDU nur zwei Sitze. Die SPD besetzt das fünfte Ortsratsmandat. Die Frage ist: Wer arbeitet nun mit wem?dk

Wehrbergen Schwarz-Rot

WEHRBERGEBN. Die CDU (56,11 Prozent) dominiert die Ortsratswahlen vor der SPD (36,08 Prozent) und den Grünen (7,79 Prozent). Die CDU wird deshalb mit drei Sitzen, die SPD mit zwei Sitzen vertreten sein. Für die Grünen reicht es nicht für einen Platz im Ortsrat. cv

SPD und CDU geben Wählerstimmen ab

AFFERDE. In Afferde bleibt auch weiterhin die SPD stärkste Kraft (45,57 Prozent), verliert im Vergleich zur Wahl von vor fünf Jahren aber deutlich. Damals vereinten die Sozialdemokraten noch 57,61 Prozent der Stimmen auf sich. Doch auch die CDU lässt in Afferde Federn und kommt auf 32,80 Prozent der Wählerstimmen. Die Linken (8,35 Prozent) und die Unabhängigen (7,78 Prozent) sind die dritte und vierte Kraft in Afferde – sie ergattern jeweils einen Platz im neuen Ortsrat. Während die SPD fünf Sitze bekommt, steht ihr die CDU mit vier Plätzen gegenüber. Die FDP verdoppelt ihr Ergebnis im Vergleich zur vorherigen Kommunalwahl zwar und kommt jetzt auf 5,47 Prozent – doch trotz der Verbesserung schafft es die FDP nicht in den Ortsrat. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,52 Prozent und ist damit im Vergleich leicht gestiegen (2011: 45,69 Prozent). cv



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