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Ausstellung zur Katastrophe von Tschernobyl – Diskussionsrunden mit Betroffenen und Helfern des Unglücks

Erinnerungsreise mit Zeitzeugen im Hochzeitshaus

Hameln (red). Die multimediale Wanderausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen – Orte – Solidarität“ ist von Samstag, 3. September ab 11 Uhr bis Donnerstag, 8. September, in Hameln, im Hochzeitshaus, Osterstraße 3 zu sehen. Der Paritätische Hameln-Pyrmont, seit mehr als 20 Jahren engagiert in der Tschernobyl-Hilfe für die teilweise verstrahlte Region Brjansk in Russland, hat die Ausstellung nach Hameln geholt. Die Schirmherrschaft hat Gabriele Lösekrug-Möller, Mitglied des Deutschen Bundestags, übernommen. Engagierte Zeitzeugen schildern ihre Erlebnisse nach dem Unglück. Mit Anna Jemeljantschik aus Minsk und Dr. Anatolij Proschin aus Brjansk stehen zwei Zeitzeugen der Reaktorkatastrophe für Gespräche zur Verfügung. Die Bankangestellte aus Belarus war ab August 1986 mehrere Monate lang als sogenannte Liquidatorin in der nach wie vor stark verstrahlten Region Gomel in Weißrussland eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand darin, in evakuierten Dörfern Läden aufzuräumen und zu reinigen. Dr. Proschin aus Russland war 1986 zufällig in Kiew, um an einem Weiterbildungskurs teilzunehmen. Ab 10. Mai 1986 wurde er am Rande der 30-Kilometer-Sperrzone um den Reaktor eingesetzt zu einer Art „medizinischen Sortierung“ der Einsatzkräfte. Später, ab August 1986, war Dr. Proschin im verseuchten Gebiet von Brjansk (rund 300 Kilometer nordöstlich von Gomel) im Einsatz. „Im Laufe eines Monats wurden 86 076 Menschen untersucht“, berichtet er. „Bei 77 Prozent wurden Abnormitäten festgestellt.“

veröffentlicht am 31.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.11.2012 um 18:33 Uhr

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