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Info-Veranstaltung im Sommer / Endgültige Entscheidung 2021

Wohin mit neuen Windrädern in Hameln?

HAMELN. Auf ein Neues: Die Suche nach Standorten für Windräder geht in die nächste Runde. Wie aus dem Hamelner Rathaus zu hören ist, gilt es, eine Diskussion zwischen rechtlich Notwendigem und politisch Gewolltem in Gang zu bringen. „Ohne Denkverbote“ könnten demnach auch Flächen infrage kommen, die die Verwaltung bislang noch gar nicht in Erwägung gezogen hatte.

veröffentlicht am 22.05.2019 um 18:47 Uhr

„Weil das Thema so sehr die Gemüter erhitzt, setzt die Stadt auf eine enge Einbindung der Bürgerinnen und Bürger“, heißt es nun aus dem Rathaus.

In einem ersten Schritt habe die Verwaltung bereits Ausschlussgebiete definiert, so genannte harte Tabuzonen. Heißt: Hier gibt es ein Bauverbot für Windenergieanlagen. Dazu zählen zum Beispiel bebaute Gebiete oder Naturschutzgebiete.

In einem weiteren Schritt klopfe die Verwaltung die verbliebenen Flächen hinsichtlich weicher Tabukriterien ab. Auch sie können zum Ausschluss von Windkraftanlagen führen. Ein Beispiel: der Abstand zu einem Wohngebiet. Während an den harten Tabukriterien nicht zu rütteln sei, könne bei den weichen Tabukriterien jedoch abgewogen werden. Aktuell haben Bürger, Naturschutzverbände, aber auch andere Behörden bis zum 17. Juni die Möglichkeit, zu den Ausschlussgebieten Stellung zu nehmen. Ziel dieser Beteiligung ist es, weitere Hinweise zur Abgrenzung der harten Tabukriterien und erste Hinweise zu weichen Kriterien zu bekommen.

Für den Sommer plant die Stadt eine öffentliche Veranstaltung zur Standortfrage. Bürger, Naturschutzverbänden und Ortsräte seien eingeladen, gemeinsam über weiche Tabukriterien zu diskutieren und diese mit Prioritäten zu versehen. Sollen zum Beispiel Waldflächen mit besonderer Bedeutung für die Erholung von der Windenergienutzung ausgeschlossen werden? Und welchen Stellenwert haben Aspekte des Natur- und Artenschutzes? Das sind Fragen, die laut Stadt auf den Tisch kommen sollten.

Mit dem Planentwurf erfolge dann die nächste politische Beratung. Die Ortsräte werden beteiligt, und als Besonderheit soll es wiederum eine gemeinsame Veranstaltung mit allen Ortsräten und dem Stadtentwicklungsausschuss geben. Mit dem konkreten Planwerk startet die letzte Stufe der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden. Am Ende steht ein Beschluss des Rates. Mit einer Entscheidung rechnet die Stadt für 2021.

red



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