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Aufwertung der Weserpromenade erhält höchste Priorität

Hameln 2030: Was den Bürgern am wichtigsten ist

HAMELN. Die Aufwertung der Weserpromenade hat im Dialogverfahren mit den Bürgern für das Projekt „Hameln 2030“ höchste Priorität erhalten. Das war das Ergebnis der Abschlussveranstaltung am Montagabend im Weserberglandzentrum, an der rund 300 Menschen teilnahmen.

veröffentlicht am 13.06.2017 um 19:45 Uhr
aktualisiert am 13.06.2017 um 21:20 Uhr

Was soll in Hameln verändert werden? Mit einem Dialogverfahren haben Hamelner Bürger dafür eine umfangreiche Prioriätenliste erarbeitet. Foto: Dana
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Wolfhard F. Truchseß Reporter

Sie hatten für die 20 dort präsentierten Projekte jeweils drei Stimmen, die sie einzeln verteilen oder auch für nur ein Projekt vergeben konnten. Auf Platz 2 der Prioritätenliste landete der Wunsch nach einem Weserstrand. Auf den dritten Platz der möglichen Zukunftsaufgaben kam der Wunsch nach einer Erweiterung der Hochschule Weserbergland (HSW), die allerdings in der Trägerschaft eines privaten Vereins liegt und mit dem Projekt eines berufsbegleitenden Studiums für Gesundheitsmanagement keinen Erfolg hatte.

Dass die Stadt sich in den vergangenen Jahren nicht stärker um eine Erschließung der Bereiche an der Weser gekümmert hatte, begründete OB Claudio Griese auf dem Podium im WBZ mit den beiden anderen großen Projekten, die von der Stadt gestemmt worden seien – der Sanierung der Fußgängerzone und dem Umbau des Museums. Potenzial für eine bessere Erschließung der Weserzonen sieht der Oberbürgermeister aber nicht nur im Bereich der Promenade und dem Stockhof, , wo sich die Bürger eine Treppe zur Weser wünschen, sondern auch im Bereich des Hafens. „Der gehört nämlich auch zum Fluss“, betonte Griese.

Dass sich an der Weser etwas tun wird, hängt auch damit zusammen, dass für die Elisabeth-Selbert-Schule auf dem geplanten Bildungscampus im Bereich der LinsingenKaserne in den kommenden Jahren ein Neubau errichtet werden soll und damit auch das Gebäude am Langen Wall einer neuen Nutzung zugeführt werden kann. Der Bildungscampus selbst landete nur auf Platz 9 der Prioritätenliste, was für seine Realisierung aber keine Rolle spielt, weil er zumindest teilweise ein Projekt des Landkreises darstellt.

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Der Bildungscampus im Bereich der Linsingen-Kaserne wird sicher verwirklicht. Foto: Dana

Wirksam wird die Prioritätenliste ohnehin erst, wenn der Rat sie beschlossen hat und das mittlerweile über ein Jahr durchgeführte Dialogverfahren damit auch formell abgeschlossen ist. Begonnen hatte es im Juni 2016. Im sogenannten Stadtcheck waren die Hamelner Bürger an Alltagsorten wie dem Bahnhof, der Stadtgalerie, der Fußgängerzone gefragt worden, was sie gerne an Hameln verändern würden, was unverändert bleiben sollte und welche Idee die Stadt weiterbringen würde. Auch online konnten Vorschläge eingereicht werden. Insgesamt 2239 Beiträge kamen so zusammen, die nach Themen sortiert, ausgewertet und zuletzt in sieben „Zukunftsthemen“ und 105 Projektideen zusammengefasst wurden.

Mithilfe eines „Zukunftsspiels“ wurden diese 105 Projektideen diskutiert und festgelegt, welche Ideen am besten zu den Zukunftsthemen passen könnten. Das Ergebnis waren am Ende die 20 am Montagabend im WBZ präsentierten Projekte. Wobei der Moderator Julian Petrin vom Projektbüro Urbanista ausdrücklich betonte, dass damit die während der Abschlussveranstaltung nicht zur Abstimmung gestellten Ideen keineswegs komplett verworfen seien. Sie gehörten zu einem Ideenpool, der je nach Lage der Dinge ergänzend in Angriff genommen werden könne.

Ganz weit vorne auf Platz 4 landete bei der Abstimmung die Südumgehung und eine damit mögliche Entlastung vor allem der Deisterstraße. Gefragt, welchen Zeithorizont er für eine Verwirklichung sehe, erklärte Markus Brockmann vom Straßenbauamt, „wenn wir alle Aufgaben, die uns vom Gericht auferlegt worden sind, abgearbeitet haben, sollte spätestens in fünf Jahren mit dem Bau begonnen werden können“. Auch sollte gerade auf der Deisterstraße den Fußgängern und Radfahrern mehr Gewicht gegeben werden.

Ein Teil der 20 Projekte ist ohnehin bereits in Angriff genommen worden. So etwa laufen die Verhandlungen über eine auf Platz 5 gelandete Ausweitung des GVH-Tarifs auf Hameln bereits. Dass eine Förderung von Start-up-Firmen gemeinsam mit einem Bauprojekt Mehrgenerationenhaus sowie die Wesertreppe auf den Plätzen 6 bis 8 landeten, überraschte den einen oder anderen Besucher der Veranstaltung. Obwohl schon jetzt deutschlandweit beliebt, wünschen sich Hamelns Bürger eine weitere Verbesserung der Rad- und Wanderwege im Weserbergland. Was Sven Kornfeld (Grüne) zu dem Einwand veranlasste, es müsse vor allem das Radwegenetz in Hameln deutlich verbessert werden.



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