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Klaus-Peter Wennemann über die Motivation der FDP / AfD ist es gelungen, demokratische Parteien zu spalten“

Warum die FDP gegen die geplante Doku-Stätte am Bückeberg ist

EMMERTHAL/HAMELN-PYRMONT. Schon bei anderer Gelegenheit hat Klaus-Peter Wennemann (FDP) im Zusammenhang mit der Diskussion über die geplante Dokumentationsstätte am Bückeberg von einem „Kommunikations-Gau“ gesprochen. Mit seinem Kreisverband hat er sich nun gegen die vorläufigen Pläne für die Doku-Stätte positioniert (wir berichteten). Die Liberalen wollen eine deutlich kleinere Variante des Projekts: ein paar Hinweistafeln am Bückeberg in Kombination mit einer Erweiterung der Bückeberg-Abteilung im Hamelner Museum.

veröffentlicht am 26.02.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 27.02.2018 um 11:39 Uhr

Klaus-Peter Wennemann. Foto: wal
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite

Die Motivation der Liberalen, die sich auf der Versammlung des Kreisverbands mit teils fragwürdigen Argumenten gegen die Pläne für das Projekt aussprachen, besteht laut Wennemann darin, „die Leute mitzunehmen“ und „nicht an die AfD zu verlieren“. Schon jetzt sei es der AfD gelungen, „die demokratischen Parteien zu spalten“.

Deshalb plädiert Klaus-Peter Wennemann dafür, dass sich die Parteien zusammen mit dem Landrat an einen Runden Tisch setzen, um gemeinsam einen „einstimmigen Beschluss“ für eine „kleine Lösung“ zu fassen.

Zudem sei Wennemann persönlich davon überzeugt, dass ein Angebot im Museum, das über die Reichserntedankfeste der Nazis am Bückeberg aufklärt, von Jugendlichen und Schülern „viel besser angenommen“ werde als die derzeit geplante Doku-Stätte am Schauplatz selbst, dem Bückeberg. Wenn sich die „kleine Lösung“ dann als erfolgreich entpuppen sollte, dann könne man immer noch über eine Erweiterung des Angebots am Bückeberg nachdenken, meint der Liberale.

Klaus-Peter Wennemann ist im Vorstand der Liberalen Senioren in Niedersachsen. Darüber hinaus ist er Vorstandsmitglied im FDP-Landesverband sowie Vorsitzender des Landesfachausschusses Finanzen und Steuern sowie Mitglied im Bundesfachausschuss Finanzen und Steuern.

Information

266.300 Euro Förderung

Mehr als die Hälfte der Baukosten für die Doku-Stätte am Bückeberg sind gesichert. Die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sponsert bis zu 150 000 Euro, die Bingo-Stiftung sowie die Stiftung Niedersachsen jeweils 50 000 Euro, die Klosterkammer Hannover 16 300 Euro. Der Rest wird vom Landkreis getragen – sofern der Kreistag am 13. März zustimmt. Doch das ist nicht sicher. Nach der AfD und der CDU, die beantragt haben, die Finanzierung des Projektes zu stoppen, hat sich jetzt auch die FDP gegen die Doku-Stätte positioniert. red/pk



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