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Rat nimmt Bückeberg-Pläne nur "zur Kenntnis"

Emmerthal (cb). Die Politik in Emmerthal zieht nach jahrelangem Tauziehen einen Schlussstrich unter die Pläne des Landes, den Bückeberg als Austragungsort der Reichserntedankfeste in der NS-Zeit unter Denkmalschutz zu stellen. Ohne weitere Diskussion verabschiedete der Gemeinderat die Empfehlung, die Entscheidung des Landes „zur Kenntnis“ zu nehmen. Allerdings: In der Vorlage der Verwaltung stand zunächst noch zusätzlich das Wort „zustimmend“.

veröffentlicht am 14.04.2011 um 12:01 Uhr
aktualisiert am 27.12.2017 um 14:32 Uhr

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Emmerthal (cb). Die Politik in Emmerthal zieht nach jahrelangem Tauziehen einen Schlussstrich unter die Pläne des Landes, den Bückeberg als Austragungsort der Reichserntedankfeste in der NS-Zeit unter Denkmalschutz zu stellen. Ohne weitere Diskussion verabschiedete der Gemeinderat die Empfehlung, die Entscheidung des Landes „zur Kenntnis“ zu nehmen. Allerdings: In der Vorlage der Verwaltung stand zunächst noch zusätzlich das Wort „zustimmend“ – nach Beratung in den politischen Gremien zuvor war es gestrichen worden, wie Bürgermeister Andreas Grossmann erläuterte. Die Kenntnisnahme erfolgt unter der Zusicherung des Landes, dass keine weitergehenden Maßnahmen wie etwa Rekonstruktionen abgängiger Teile, den Bau einer Gedenkstätte oder andere bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Die Forderung der Freien Wählergemeinschaft (FWE), zum Thema Denkmalschutz eine Bürgerbefragung durchzuführen, wurde allerdings von den anderen Fraktionen abgewiesen. FWE-Fraktionsvorsitzender Ernst Nitschke lehnte die Pläne des Landes, die er als „Basta-Politik“ bezeichnete, ab. Es bestehe die Sorge, dass der der Bückeberg „Wallfahrtsort für Ewiggestrige“ werden könnte, so Nitschke. Das Thema hatte die Emmerthaler seit gut acht Jahren beschäftigt. Dazu hatte auch ein Symposium mit Experten stattgefunden, hinzu kamen Ministerbesuche in Emmerthal sowie die Buchpräsentation der Landesdenkmalpflege. Zuletzt hatte Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur, in einem Schreiben an die Gemeinde zugesichert, dass „die Aufnahme des Bückeberggeländes in das Verzeichnis der Baudenkmale lediglich der Sicherung des Status quo“ dient.

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