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Kultusausschuss befasst sich mit finanzieller Förderung des Projektes

Positive Signale aus dem Landtag für die Bückeberg-Pläne

EMMERTHAL/HANNOVER. Die Parteien im Landtag bemühen sich offenbar, im möglichst großen Konsens den geplanten Dokumentations- und Lernort Bückeberg in Emmerthal finanziell zu unterstützen. Das sagten am Freitag auf Nachfrage Vertreter von CDU und SPD, nachdem zuvor sich der zuständige Kultusausschuss mit den Planungen für den früheren Ort der NS-Propagandaveranstaltung Reichserntedankfeste befasst hatte.

veröffentlicht am 17.08.2018 um 17:23 Uhr

Projekt von landes- und bundesweiter Bedeutung: So sehen den Bückeberg auch Politiker des Landtages. Foto: Wfx
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

„Dass dort ein Lernort an diesem geschichtsträchtigen Bückeberg eingerichtet werden soll, halte ich für sinnvoll“, sagte der Ausschussvorsitzende André Bock (CDU). Allerdings solle es vor einer Entscheidung noch weitere Beratungen geben, unter anderem mit Informationen durch das Innenministerium zur geplanten Bürgerbefragung und durch das Landwirtschaftsministerium als Eigentümer der Flächen.

Am Freitag hatten Dr. Jens-Christian Wagner als Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und Bernhard Gelderblom vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln den Politikern Rede und Antwort gestanden. „Mein Eindruck ist, dass nichts Überdimensionales vorgesehen ist“, sagte Bock. Offene Fragen sehe er noch bei der Finanzierung; außerdem müsse gesehen werden, dass „es auch kritische Stimmen vor Ort gibt“. „Wir müssen schauen, wie wir damit umgehen“, sagte der CDU-Abgeordnete. Dennoch rechne er mit einer großen politischen Übereinstimmung, sagte Bock.

„Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie“, deutete die stellvertretende Ausschussvorsitzende Kerstin Liebelt (SPD) die Beratungen. Wichtig sei, dass der Bückeberg als Lernort und nicht als Gedenkstätte im klassischen Sinne vorgesehen sei. Sie glaube, dass eine gemeinsame interfraktionelle Lösung möglich sei, wie das immer im Umgang mit diesen Orten angestrebt werde. Mit Ausnahme einer Partei sehe sie dazu die Bereitschaft, sagte die Abgeordnete, ohne die AfD namentlich zu nennen. Die meisten Mitglieder des Kultusausschusses seien sich der landes- und bundesweiten Bedeutung des Bückeberges bewusst. „Eine Kontroverse erwarte ich nicht“, meinte sie zu den weiteren Beratungen vor einer Entscheidung.

Beantragt hatte die finanzielle Förderung durch das Land im April die heimische Abgeordnete der Grünen, Anja Piel aus Hessisch Oldendorf. Anschließend gab es dazu bereits eine Debatte im Landtag. Der Bundestag hat bekanntlich 725 000 Euro für den Dokumentations- und Lernort bereitgestellt.



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