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Das sind die wesentlichen Änderungen am Bückeberg

Auf dem Bückeberg in Emmerthal fand von 1933 bis 1937 alljährlich das „Reichserntedankfest“ statt, eine der größten Massenveranstaltungen des NS-Regimes. Der Bückeberg war neben dem „Reichsparteitagsgelände“ in Nürnberg und dem Tempelhofer Feld in Berlin (NS-Feiern zum 1. Mai) zentraler Ort der NS-Inszenierungspolitik im Zeichen der „Volksgemeinschaft“ und des Führerkults sowie der Einstimmung auf Krieg und Eroberung. Nun entsteht auf dem unter Denkmalschutz gestellten Areal der Dokumentations- und Lernort, um es für die Besucherinnen und Besucher verständlich darzustellen. Nachfolgend die wesentlichen Bestandteile des Projektes, wie sie von den Planern selbst beschrieben werden, im Wortlaut.

veröffentlicht am 14.10.2021 um 16:42 Uhr
aktualisiert am 15.10.2021 um 11:07 Uhr

Was ist auf dem Bückeberg geplant? Der Bückeberg selbst ist das wichtigste Exponat. Das Ziel ist es, den Berg lesbar zu machen. Rekonstruktionen sind nicht geplant.

Informationsinseln und (Verbindungs-)Wege: Über die Fläche verteilte Informationsinseln erklären verschiedene Aspekte der „Reichserntedankfeste“ und geben einen Eindruck vom Verführungspotential der Massenveranstaltungen. Die Inseln sind im Gelände möglichst so positioniert, dass sie anhand historischer Fotos einen Vergleich von heute und früher ermöglichen. Einige der Inseln erhalten Sitzbänke. Die Begehung des Geländes eröffnet immer neue Perspektiven auf den Berg und die umgebende Landschaft. Am östlichen Hang verläuft ein weiterer Pfad.

Barrierearmer Bereich Zugang Süd – Steg über den Resten der ehemaligen „Ehrentribüne“: Der obere Bereich des Geländes wird barrierearm gestaltet. Dazu gehören ein befestigter Bereich, der mobilitätseingeschränkten Personen den Zugang zum Gelände ermöglicht, ein Tastmodell und Tafeln in Leichter Sprache. Ein Steg über den Fundamentresten der ehemaligen „Ehrentribüne“ bietet eine Zusammenfassung der im Gelände verteilten Tafeln und einen Überblick über den Hang. Am Zugang Süd wird es eine barrierearme Toilettenanlage und Behindertenparkplätze geben.

Aussichtsplattform am Osthang: Da am steilen, etwa zehn Meter hohen Ostabhang gut erkennbar ist, wie das Gelände „gebaut“ wurde, sind eine Schneise durch den Bewuchs und eine Aussichtsplattform geplant.

Ehemalige Rednertribüne: Von der Rednertribüne haben sich keine Spuren im Gelände erhalten. Um den Standort zu markieren, wird eine Baumgruppe gepflanzt, die die Grundfläche der Tribüne abbildet. Der Bereich der Ackerfläche unterhalb des Wirtschaftsweges, der zum „Fest“-Gelände“ gehörte, wird in Grünland umgewandelt, aber nicht durch Wege erschlossen.

Fahrradstellplätze, Parkplätze und Zuwegung: Für Anreisende mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV ist der Zugang Nord im unteren Bereich des Geländes vorgesehen. Dort wird es Fahrradstellplätze und eine Ladestation für E-Bikes geben. Für PKW und Busse stehen Parkplätze im oberen Bereich zur Verfügung. Durch eine gezielte Ausschilderung und klare Anreisehinweise werden Besuchende dazu angehalten, die Zuwegung über die K50 aus Richtung Latferde zu nutzen.

Weitere Hinweise zur Umgestaltung: Der Dokumentations- und Lernort Bückeberg wird naturnah gestaltet. Die lediglich gemähten Verbindungswege und Schotterrasen als Belag auf den Informationsinseln ermöglichen weiterhin eine landwirtschaftliche Nutzung. Das Gelände wird frei zugänglich sein und die bisherige Freizeitnutzung z.B. zum Spazierengehen nicht eingeschränkt.



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