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Schriegel: Wollen für Einwohnerbefragung mobilisieren / Welzhofer (CDU) setzt auf Aufklärung

Bückeberg-Kritiker gehen in die Offensive

EMMERTHAL. Die seit über einem Jahr andauernde Debatte um die Gestaltung des Bückeberges mit dem nun vorliegenden Kompromiss sorgt laut Kritikern für großen „Verdruss“ bei den Emmerthalern. Das sagt Timo Schriegel, neben Karl-Otto Gericke einer der Wortführer des Protestes. Und die als „Initiative Bückeberg“ organisierte Gruppe setzt weiter auf eine Einwohnerbefragung in Emmerthal zu dem geplanten Lern- und Dokumentationsort.

veröffentlicht am 19.12.2018 um 15:50 Uhr
aktualisiert am 19.12.2018 um 21:50 Uhr

Christian Branahl

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Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

„Mit echten Wahlmöglichkeiten“, wie es im jüngsten Flyer heißt, der in Emmerthal verteilt wird.

Nachdem der Kreistag mehrheitlich am Dienstag den mit den Emmerthaler Ratspolitikern Rudolf Welzhofer (CDU) und Ernst Nitschke (Wählergemeinschaft) ausgehandelten Kompromiss beschlossen hat, befasst sich am Donnerstag der Rat mit dem Papier. Allerdings geht es laut Beschlussvorlage im Emmerthaler Gremium nur darum, die Vereinbarung „zustimmend zur Kenntnis“ zu nehmen. Und: Über die Einwohnerbefragung will der Rat noch nicht entscheiden. Begründet wird dies damit, dass der Landkreis zunächst eine Informationsbroschüre – sie soll an alle Emmerthaler Haushalte verteilt werden – erstellen wolle. Ein Zeitplan könne deshalb noch nicht benannt werden. Gegebenenfalls wird hierzu eine außerplanmäßige Ratssitzung notwendig sein, wie es weiter heißt. Und daran hält Rudolf Welzhofer fest, der sich ebenfalls immer für die Einwohnerbefragung eingesetzt hat, wie er sagt. „Sie kommt – wir stehen zu unserem Wort.“

Für Schriegel allerdings ist es inakzeptabel, die Befragung nur auf den Kompromissvorschlag zu beschränken und dass das Ergebnis später lediglich zu einer Resolution führe. Deshalb sollten die Einwohner zwischen zwei Aussagen wählen: „Der Bückeberg wird nicht verändert“ oder „Der Lernort soll kommen“. „2 Millionen für den Bückeberg. Das ist kein Kompromiss“, heißt es schließlich plakativ auch auf dem Flyer. Damit hätten die beiden Emmerthaler Politiker, die eigentlich gegen die Pläne gewesen seien, nun selbst mit dazu beigetragen, die Kosten auf das Fünffache zu steigern. Besonders verärgert zeigt sich Schriegel dabei über Nitschke. Er erinnert daran, dass der Ratsherr mit die meisten der damals 2086 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt habe. „Und nun ist er uns komplett ins Kreuz gefallen“, sagt Schriegel.

Die Initiatoren wüssten von den negativen Rückmeldungen aus der Bevölkerung angesichts der ausufernden Debatte mit dem nun vorliegenden Ergebnis. „Der Verdruss ist groß“, meint Schriegel. Die Diskussion habe dazu geführt, dass viele abgestumpft seien. „Wir werden die Werbetrommel für die Einwohnerbefragung rühren“, sagt er über das weitere Vorgehen. „Wir wollen die Einwohner mobilisieren, daran teilzunehmen.“

Welzhofer von der CDU setzt hingegen auf Aufklärung. „Es gibt ein Informationsdefizit – und das müssen wir schließen.“ Der Ratsherr berichtet von vielen Begegnungen in Emmerthal, wo das Thema eine große Rolle spiele. „Wenn ich es dann im direkten Gespräch erkläre, dann stoße ich auf Verständnis.“



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