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Pläne bald offiziell

Bückeberg: Kompromiss soll wohl Freitag vorgestellt werden

EMMERTHAL. Während einzelne Details zum Bückeberg-Kompromiss durchsickern, soll nun das vereinbarte Stillschweigen zwischen den beteiligten Gesprächspartnern von Landkreis, Kreistagsfraktionen sowie der Emmerthaler CDU und FWE voraussichtlich am Freitag offiziell aufgehoben werden.

veröffentlicht am 27.11.2018 um 17:43 Uhr
aktualisiert am 27.11.2018 um 18:20 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite

Dann wollen die Beteiligten aufzeigen, wie möglichst auf breiter Grundlage der Lern- und Dokumentationsort an der Stätte der früheren NS-Propagandaveranstaltung „Reichserntedankfeste“ ausgestaltet werden kann. Wie berichtet, hatten sowohl Landrat Tjark Bartels (SPD) als auch Rudolf Welzhofer von der CDU/FWE-Gruppe im Emmerthaler Rat von einem „gegenseitigen Geben und Nehmen“ gesprochen, um zu einer Lösung für die kontrovers diskutierte Gestaltung am Bückeberg zu kommen.

Trotz aller Diskretion zeichnet sich ab, dass dabei besonders auch die Wünsche der unmittelbaren Nachbarn stärker berücksichtigt werden sollen. Deshalb soll der Abstand der geplanten Informationsinseln mit den Stelen zu den Häusern am Bückeberg größer ausfallen. Und: Die ohnehin nur schwer befahrbare Kopfsteinpflasterstraße zum Bereich des früheren NS-Festplatzes soll die Ausnahme bleiben. Sollten beispielsweise tatsächlich Schulklassen mit dem Bus anreisen, führt der Weg über Latferde zu dem Gelände. Das, so heißt es, stehe auch im Zusammenhang mit dem wichtigsten Zugeständnis an die Emmerthaler. Das Museum für Landtechnik und Landarbeit in Börry, früher bereits angedacht und aus Kostengründen verworfen, gilt laut Kompromiss nun als Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Mit Geldern des Landes und Kreises soll dort im ohnehin sanierungsbedürftigen Pfarrhaus eine Ausstellung die Hintergründe des Reichserntedankfestes darstellen. Die dort notwendigen Investitionen sollen dem Vernehmen nach im Wesentlichen zu den Mehrkosten in Höhe von 400 000 Euro führen. Zwar erhoffen sich wohl die Emmerthaler Einsparungen an anderer Stelle, doch sind besonders die durch Bundesgelder zu finanzierenden Projekte wie „Grünes Klassenzimmer“ oder etwa Sanitäranlagen, bei Dialogveranstaltungen von Einwohnern gewünscht, zweckgebunden. Als nächster Schritt ist wieder ein Planungsbüro gefragt.

Die am Kompromiss beteiligten Seiten – es soll noch weitere Änderungspunkte im Bereich der Infrastruktur geben – wollen die relativ verlässlichen Informationen weder bestätigen noch dementieren. Allerdings werden sie nicht müde, die große Bereitschaft zum Dialog zu betonen, nachdem zuvor ein Konfrontationskurs geherrscht hatte. Dass der bevorstehende Erfolg viele Väter habe, bekräftigt der Landrat – bis hinauf zur Landespolitik. Und den Emmerthalern Gesprächspartnern bescheinigt Bartels den unbedingten Willen, mit einem Neuanfang zum Kompromiss zu kommen. Dazu hätte es keine Alternative gegeben, sagt Welzhofer. „Wir haben ein durchaus positives und vertretbares Ergebnis für die Emmerthaler erreicht.“



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