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In der kommenden Woche sollen fast 100 Menschen ankommen

Landkreise suchen Wohnungen für neue Flüchtlinge

Weserbergland (nt/red/gus). In den Landkreisen des Weserberglandes werden in der kommenden Woche wieder Flüchtlinge erwartet. Diese kommen aus Einrichtungen des Landes Niedersachsen: Erst am vergangenen Freitag war die landesweite Verteilung von etwa 3000 Personen angekündigt worden. Die Kommunen fühlen sich durch diese Ansage überfordert und warnen vor einer Verschärfung der Flüchtlingssituation in den Gemeinden.

veröffentlicht am 05.08.2015 um 17:56 Uhr
aktualisiert am 11.08.2015 um 13:01 Uhr

Flüchtlinge

Weserbergland (nt/red/gus). In den Landkreisen des Weserberglandes werden in der kommenden Woche wieder Flüchtlinge erwartet. Diese kommen aus Einrichtungen des Landes Niedersachsen: Erst am vergangenen Freitag war die landesweite Verteilung von etwa 3000 Personen angekündigt worden. Die Kommunen fühlen sich durch diese Ansage überfordert und warnen vor einer Verschärfung der Flüchtlingssituation in den Gemeinden. Das Land Niedersachsen müsste selbst mindestens 5000 weitere Plätze für die Erstaufnahme schaffen, erklärten die Geschäftsführer der drei niedersächsischen kommunalen Spitzenverbände Dr. Joachim Schwind (NLT), Berthold Ernst (NSGB) und Dr. Jan Arning (NST) am Mittwoch gemeinsam in Hannover.

Erst einmal müssen jedoch die für nächste Woche angekündigten Flüchtlinge untergebracht werden. Im Landkreis Hameln-Pyrmont werden 63 erwartet: 24 davon werden der Stadt Hameln zugewiesen, 39 auf die weiteren sieben kreisangehörigen Gemeinden. Im Landkreis Holzminden sollen 31 Flüchtlinge ankommen. Für den Monat August 2015 liegt die aktuelle Zahl damit bei 51 Personen. Beide Landkreise sind deshalb nun dringend auf der Suche nach Wohnraum und ehrenamtlicher Unterstützung. Hilfsangebote werden für Hameln Pyrmont unter Tel. 05151/903-0 sowie per Mail an fluechtlingshilfe@hameln-pyrmont.de entgegen genommen. Wer in Holzminden helfen will, kann Wohnungsangebote unter migration@landkreis-holzminden.de oder tel. 05531 / 707 243 mitteilen.

Im Landkreis Schaumburg sieht die Situation derweil entspannt aus. Das hat nach Angaben des Ersten Kreisrats Klaus Heimann vor allem zwei Gründe. Einerseits seien die betreffenden Mitarbeiter äußerst erfolgreich dabei, Privatwohnungen anzumieten, um die Migranten dezentral unterzubringen. Nicht jede angebotene Wohnung sei geeignet, weil beispielsweise die Größen nicht auf die darin anzusiedelnden Familien passen. Dennoch gebe es ein großes Angebot. Darüber hinaus habe die Kreisverwaltung einige größere Projekte in anderen Orten umgesetzt. Heimann nannte den Erwerb von Reihen- und Doppelhäusern in Rinteln und Bückeburg, den Ausbau einer leeren Schule in Rinteln und eines leeren Pflegeheims in Bad Eilsen. Außerdem miete der Kreis Wohnungen der Bundesanstalt für Immobilien (Bima) an.



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