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Flüchtlinge trainieren bei Blau-Weiß Salzhemmendorf mit / Verein besorgt Fußballschuhe und Trikots

Es gibt keine Berührungsängste

Salzhemmendorf. Vor wenigen Tagen sorgte der Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim in Salzhemmendorf für negative Schlagzeilen. Es gibt aber auch positive. Wie Integration gelebt wird, zeigt vor Ort der Sportverein. In den Fußballmannschaften von BW Salzhemmendorf kicken seit Anfang August Kone Ousmane (25), Ballo Bahdiarra (22) und Mohamed Sidibe (25), drei Flüchtlinge von der Elfenbeinküste. Die drei jungen Männer kamen vor einem Monat in München an. Wegen innerer Spannungen und Gewalt flüchteten sie per Boot aus dem afrikanischen Staat. „Wir mussten auf dem Boden robben und uns verstecken“, beschreibt Kone Ousmane die dramatische Flucht. Salzhemmendorfs Kreisligakicker Nico Granzow übersetzt aus dem Französischen, der Muttersprache von Ousmane, Bahdiarra und Sidibe. „Ich gebe mein Bestes mit dem Rest-Französisch, das noch aus der Schulzeit hängen geblieben ist“, zwinkert der 19-jährige Student. Für ihn ist es selbstverständlich, den Neuankömmlingen zu helfen. „Sie dürfen nicht arbeiten, über den Sport können sie sich am besten integrieren“, so Granzow. Das sieht auch Jugendleiter André Krüger so: „Wir haben den Flüchtlingen Fußballschuhe und Sportklamotten besorgt.“

veröffentlicht am 03.09.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.09.2015 um 10:57 Uhr

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Autor:

Moritz Muschik


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