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Stadt sucht weiter nach Wohnraum

Bis Jahresende könnten es 100 Flüchtlinge sein

Hessisch Oldendorf. Vergangene Woche hat ein Bus 65 weitere Flüchtlinge in den Landkreis Hameln-Pyrmont gebracht. Die Menschen haben nun im Weserbergland vorläufig ihre neue Heimat gefunden – zehn in Bad Münder, 22 in Hameln, neun in Aerzen, acht in Salzhemmendorf, sechs in Coppenbrügge, vier in Emmerthal und sechs in Bad Pyrmont. Aufmerksame Leser werden sofort merken, dass eine Kommune fehlt, nämlich Hessisch Oldendorf. Aus dem Kreishaus gab es dazu die Nachricht, dass es neben einem bestimmen Schlüssel bei der Zuteilung der Flüchtlinge auch darum gehe, wo noch Platz für Flüchtlinge ist. Daher wurde Hessisch Oldendorf zuletzt niemand zugewiesen.

veröffentlicht am 16.08.2015 um 19:48 Uhr
aktualisiert am 17.08.2015 um 09:52 Uhr

Flüchtlinge

Autor:

von christoph Boßmeyer

Angesichts der mehr und mehr zunehmenden Flüchtlingswelle ist der Platz in Hessisch Oldendorf, sowie in den anderen Kommunen auch, inzwischen spärlich gesät. Bürgermeister Harald Krüger ist im Grunde froh, dass die Stadt dieses Mal keine Menschen aufnehmen musste, denn so kurzfristig wäre kein bezugsfertiger Wohnraum da gewesen, den die Stadt hätte anbieten können. Das sei dem Landkreis auch so mitgeteilt worden und es gab anscheinend keine Probleme damit. Anders hatte Krüger das im Grunde auch nicht erwartet, denn Hessisch Oldendorf hat bislang seine Quote erfüllt. 63 Flüchtlinge sind es bislang im Jahr 2015, bis Ende September könnten es 75 werden, bis Ende des Jahres rechnet Krüger mit bis zu 100. Natürlich sei das eine Ausnahmesituation, aber die Menschen, die kommen, seien auch eine Chance, sagt Krüger. Schließlich verliere die Stadt durch Wanderungen und Sterbefälle auch Einwohner.

Zwei Wohnungen als Notreserve habe die Stadt zwar, aber die sollten nach Möglichkeit Notreserve bleiben. Über mehr städtischen Wohnraum verfügt Hessisch Oldendorf nicht. Inzwischen habe die Stadt aber wieder anderweitig Wohnraum aufgetan und könne diesen an den Landkreis und die Erstaufnahmelager melden. Von dort kommen meist auch die Zuweisungen. Den Fall, dass gleich 65 Flüchtlinge mit dem Bus zum Kreishaus kommen, hat Krüger so auch noch nicht erlebt. Normalerweise kommen die Flüchtlinge mit dem Zug am Hessisch Oldendorfer Bahnhof an und werden von den städtischen Mitarbeitern begrüßt.

Eine zentrale Ansiedlung der Flüchtlinge wolle Krüger auf jeden Fall verhindern. Dazu müssten aber noch mehr Wohnungen bereitgestellt werden. Bei privaten Vermietern erlebten die Mitarbeiter der Stadt immer wieder, dass Wohnraum dann doch eher nicht zur Verfügung gestellt werde, wenn es sich um Flüchtlinge handele. Schwerpunkte in der Ansiedlung seien derzeit natürlich auszumachen – in der Kernstadt, Fischbeck oder Hemeringen – überall da, wo die Infrastruktur mit Nahversorger, Arzt und Apotheke gegeben ist. Aber auch in Rumbeck, Fuhlen oder Ortsteilen entlang der Buslinie 20 wohnen Flüchtlinge. Je dörflicher es werde, desto mehr komme es auf die Dorfgemeinschaft an, die aktiv auf die Flüchtlinge zugehen müsse.

Mehr als 60 Flüchtlinge kamen in der vergangenen Woche mit einem Bus am Hamelner Kreishaus an. Sie wurden im Landkreis Hameln-Pyrmont auf die Kommunen verteilt – nur nach Hessisch Oldendorf kam kein Neuankömmling.

Dana



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