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Gruppe stellt heute entsprechenden Antrag und erhebt Vorwurf gegen Rathaus-Spitze

Stadtwerke sollen Kombibad realisieren

Hameln (HW). Christdemokraten, Grüne und Unabhängiger wollen das einst vom ehemaligen Baudezernenten und Ersten Stadtrat Eckhard Koss erarbeitete Bädererhaltungskonzept aus dem Jahr 2010 nicht weiter verfolgen. „Es führt weder zu nennenswerten Haushaltsentlastungen noch zur nachhaltigen Qualitätsverbesserung der Hamelner Bäder“, begründet Sprecher Claudio Griese (CDU). Stattdessen fordert die Mehrheitsgruppe im Rat, dass die Stadtwerke ein Konzept zur künftigen Bäderlandschaft in der Rattenfängerstadt erarbeiten, bei dem der Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibades im Vordergrund stehen soll. Zudem soll untersucht werden, welche gesellschaftsrechtlichen Varianten eines Kombibades denkbar und sinnvoll sind. „Zum Beispiel die Gründung einer Bäder GmbH seitens der Stadt Hameln, eine Übertragung an die Stadtwerke oder an eine zu gründende Bäder GmbH der Stadtwerke“, erläutert Griese die Vorstellungen der Gruppe.

veröffentlicht am 28.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 24.05.2013 um 13:20 Uhr

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Einen entsprechenden Antrag hat Schwarz-Grün bereits auf den Weg zu Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gebracht. Auch dieses Papier soll heute im Ausschuss für Finanzen, Personal und Wirtschaft beraten und beschlossen werden. Das Gremium trifft sich um 15 Uhr zum Sitzungsmarathon im Rathaus, denn am 19. Dezember soll der Etat 2013 vom Rat verabschiedet werden.

Und bis dahin sollen die Weichen auch in Richtung Kombibad gestellt sein. „Ein Zeitfenster haben wir zwar nicht, weil bei den Stadtwerken derzeit andere Aufgaben im Vordergrund stehen, aber wenn investiert wird, ist das grundsätzliche Interesse da“, sagt Griese. Das habe die Gruppe bereits in Gesprächen mit Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow in Erfahrung gebracht. Auch bezüglich der Hamelner Bäder erhebt die Gruppe schwere Vorwürfe gegen die Rathaus-Spitze. „Es gibt nur noch eine Verwaltung, aber keine Lösung der Probleme. Wir sind jetzt nicht mehr bereit hinzunehmen, dass nichts gehen soll“, sagt der Sprecher und warnt: „Wenn uns mit den Bädern das passiert, was uns mit der Sporthalle Nord passiert ist, fahren die Leute zum Baden in die umliegenden Gemeinden. Das wollen wir nicht.“

Zudem ist für Schwarz-Grün die Aufrechterhaltung des Schulschwimmens und des Vereinssports nebst qualitativer Verbesserung ein Anliegen. Deshalb solle vor dem Hintergrund des bevorstehenden Briten-Abzugs seitens der Stadtwerke auch geprüft werden, ob die Umwandlung eines bestehenden Bades bautechnisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sei. Griese: „Der Zuschussbedarf der Hamelner Bäder beträgt auch im Jahr 2013 knapp 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommt, dass in allen drei Bädern ein Sanierungsstau von insgesamt 8,3 Millionen Euro vorliegt. Es besteht also dringender Handlungsbedarf.“



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