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Digitalisierung Thema bei Hanseraumkonferenz der Wirtschaftsjunioren

Weit entfernt vom „Gigabit-Niveau“

HAMELN. Ganz offiziell trägt Hameln den Namen „Hansestadt“ zwar nicht, doch war auch diese Stadt, die nunmehr als Rattenfängerstadt bekannt geworden ist, einst Mitglied der Hanse, des mittelalterlichen Städte- und Kaufmannsbundes. Zusammenarbeit und Austausch steht in der Gegenwart denn auch auf dem Programm, wenn sich die Wirtschaftsjunioren des Hanseraums zu ihrer Konferenz zusammenfinden – dies nun schon zum dritten Mal in Hameln.

veröffentlicht am 11.05.2018 um 16:57 Uhr
aktualisiert am 09.07.2018 um 16:15 Uhr

Besucher der Hanseraumkonferenz besichtigen die CWN-Druckerei im Hottenbergsfeld. Foto: wal
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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So alt die Hanse ist, so modern sind An- und Herausforderungen der Menschen, die heutzutage im Hanseraum wirtschaftlich agieren. Die Digitalisierung ist so ein Punkt, der gestern bei der offiziellen Eröffnung der Hanseraumkonferenz im Hamelner Münster zur Sprache kam.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) bescheinigte den Wirtschaftsjunioren, „die junge Stimme der Wirtschaft“ und „seit 60 Jahren ein Gewinn für den Standort Deutschland“ zu sein, gab gleichzeitig zu bedenken, dass hierzulande zurückhaltend und „eher skeptisch gegenüber großen Infrastrukturprojekten“ vorgegangen werde. Zur Infrastruktur gehöre nicht nur der Ausbau von Verkehrswegen, sondern eben auch die Schaffung von optimalen Bedingungen für schnelles Internet und flächendeckende Mobilfunk-Erreichbarkeit.

„Gigabit-Niveau“ – davon sprach Althusmann gestern mehrfach. Doch davon ist Niedersachsen noch weit entfernt, auch die Landesregierung werde hier einiges tun – Geld in die Hand nehmen müssen. Wie der Wirtschaftsminister im Münster erklärte, liegt die Quote bei den schnellen Internetverbindungen, die sich auf „Gigabit-Niveau“ befinden, niedersachsenweit bei gerade einmal vier Prozent.

Probleme bereite auch die Mobilfunkversorgung in Niedersachsen, sagte Althusmann. Es gebe schlicht zu viele Funklöcher. Ein Aufruf der Landesregierung, „weiße Flecken“ zu melden, ergab laut Minister: Innerhalb von nur zwei Wochen habe die Landesregierung 4000 Meldungen zu Mobilfunklöchern in Niedersachsen erreicht. „Unsere Erkenntnisse decken sich nicht mit den Angaben der Mobilfunkanbieter“, meinte der Minister.

Angesprochen auf den Stand des Breitbandausbaus im Landkreis Hameln-Pyrmont, wollte sich Landrat Tjark Bartels noch nicht aus der Deckung wagen. Nein, er könne noch nichts verkünden, sagte er in einer Diskussionsrunde. Der Landkreis plant, wie berichtet, Teile des Kreisgebiets mit schnellen Glasfaserkabeln auszustatten. Bislang ist noch kein sogenannter Provider bekanntgeworden, der die Leitungen nutzt. Das will Bartels nun am kommenden Dienstag verkünden.

Noch bis Sonntag tagen die Wirtschaftsjunioren. Insgesamt hat es dann rund 90 Veranstaltungen, darunter Betriebsbesichtigungen sowie Weiterbildungs- und Freizeitangebote, gegeben.



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