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Salzhemmendorfs Finanzausschuss wird wegen der Planung des Landkreises ungeduldig

Wann geht es endlich los mit dem Internet-Ausbau?

SALZHEMMENDORF. Wie geht es weiter mit dem Internet-Ausbau im Flecken Salzhemmendorf? Diese Frage beschäftigt den Finanzausschuss des Rates Salzhemmendorf. Für Irritationen hat hier die derzeitige Nachrichtensperre im Kreishaus gesorgt. Die Lokalpolitiker machen sich Sorgen um die Qualität des Ausbaus im Ostkreis.

veröffentlicht am 07.06.2018 um 13:01 Uhr
aktualisiert am 09.07.2018 um 16:13 Uhr

dpa
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Mehrere Erörterungstermine und eine große Konferenz zur Bekanntgabe des weiteren Procedere in dem 50-Millionen-Projekt des Kreises waren unlängst kurzfristig abgesagt worden (wir berichteten). Und dabei sollte doch nach den Versprechen von Landrat Tjark Bartel Ende dieses Jahres ein erheblicher Teil der Haushalte im Landkreis bereits ans Glasfasernetz angeschlossen sein.

In seinem Sachstandsbericht berichtete Kämmerer Thomas Hölscher, dass derzeit vom Netzbetreiber Telekom im Rahmen des sogenannten „Vectorings“ Anpassungen im Ortsnetz Salzhemmendorf im Bestandsnetz zur Erhöhung der Datenrate auf bis zu 100 Megabits erfolgen. Konkret auf den Flecken Salzhemmendorf bezogen wurde eine nahezu flächendeckende Versorgung von mindestens 2 Megebite erreicht, so Hölscher in seinem Sachstandsbericht.

Der Rat des Flecken Salzhemmendorf hat sich nun aber einstimmig dafür entschieden, die Aufgabe des Breitbandausbaus künftig dem Landkreis zu übertragen. Angedacht ist ein Glasfaser-Ausbau bis ans Haus, der mindestens 90 Prozent der vorhandenen weißen Flecken abdeckt und Übertragungsraten von 1 Gigabite ermöglicht. Die Vorplanungen für dieses Netz sind mittlerweile fertiggestellt. Der Versorgungsplan für den Flecken Salzhemmendorf kann auf der Homepage des Landkreises eingesehen werdeen.

Und genau auf diese Vorplanungen bezog sich dann die Kritik der Politiker im Finanzausschuss: Hier seien gerade wichtige Gewerbegebiete in Thüste und Wallensem, die Industriestraße in Oldendorf sowie der Bereich Humboldsee und Humboldhof bei Wallensen weiter als weiße Flecke ausgewiesen, wurde bemängelt. So von Karl-Heinz Grießner (SPD), der anmerkte, dass man im Flecken Sazhemmenmdorf ohnehin wenig Betriebe habe. Hier dürfe man die Gewerbetreibenden, die auf schnelles und leistungsfähiges Internet angewiesen seien, nicht noch durch fehlendes Breitband abschrecken „Wenn wir jetzt nicht aufpassen, werden wir künftig richtig abgehängt“, gab Torsten Köhler (Aktive Bürger) zu bedenken, und schlug deshalb vor, „umgehend beim Landkreis aktiv zu werden.“ Das unterstützte auch Henning Schröder als beratendes Ausschuss-Mitglied vom Marktverein an Ith: Optimaler Internet-Anschlusssei eminent wichtig für jeden Handwerksbetrieb. „Wir sollten das schon jetzt mit Nachdruck bei den Planern verfolgen.“ Diesbezüglich argumentierte auch Grießner: „Wir sollten schon jetzt mit unseren Kritikpunkten an den Landkreis herantreten.“

Bürgermeister Clemens Pommerening hingegen bremste all diese Vorschläge, schon jetzt beim Landkreis wegen Verbesserungen der Breitbandversorgung vom Flecken Salzhemmendorf zu intervenieren, aus: Es gebe derzeit noch kaum Möglichkeiten der Einflussnahme. Die Detailplanung würde erst vom Provider in Angriff genommen – und der sei bislang immer noch nicht bekannt, so der Verwaltungschef. Dennoch sollte man Verständnis für das derzeitige „bedächtige Vorgehen des Landkreises haben“. Außerdem müsse man in der Bevölkerung für den kommenden Breitbandanschluss werben. Denn nur bei einer Quote von über 40 Prozent sei einhoher Anschluss im Flecken möglich.

Dennoch soll ein Arbeitskreis des Ausschusses eine Wünscheliste in Sachen Breitbandausbau an die Kreisverwaltung zusammenstellen.



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