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Ausbau bis Weihnachten

Schnelles Internet: In Ahrenfeld wird aufs Tempo gedrückt

AHRENFELD. Thomas Heitmann, Geschäftsführer des Internetanbieters htp, hatte bei der Info-Veranstaltung gute Nachrichten: Wenn sich bis zum 15. Oktober 21 der 53 Haushalte in Ahrenfeld für einen Vertrag entschließen, soll das schnelle Internet mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde noch bis Weihnachten kommen.

veröffentlicht am 05.09.2018 um 15:38 Uhr
aktualisiert am 05.09.2018 um 18:10 Uhr

htp-Geschäftsführer Thomas Heitmann erklärt im Ahrenfelder Dorfgemeinschaftshaus das Projekt. Foto: gök
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Christian Göke Reporter

.Thomas Heitmann hatte sich Zeit genommen. Der Geschäftsführer von htp war persönlich zum ersten Infoabend im Landkreis Hameln-Pyrmont gekommen und erläuterte das Vorgehen für die Installation des schnellen Internets im Landkreis so genau, dass in dem voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus kaum Fragen offenblieben. Mehr als 50 Teilnehmer aus dem Pilotprojekt-Ort Ahrenfeld waren im Dorfgemeinschaftshaus neugierig darauf, wann es denn endlich losgeht – und Heitmann hatte für die Dorfbewohner freudige Nachrichten im Gepäck. Wenn sich bis zum 15. Oktober 21 der 53 Haushalte in Ahrenfeld für einen Vertrag bei htp entschließen, soll das schnelle Internet mit bis zu einem Gbit/s je nach Vertrag noch bis Weihnachten kommen.

Der Vertragspartner des Landkreises plant, bis zu 11 000 Hausanschlüsse im Landkreis in zwei Phasen bis Ende 2022 mit schnellem Internet zu versorgen. Ahrenfeld ist aufgrund der Nähe zum Hildesheimer Netz der erste Ort, in dem das Angebot umgesetzt werden soll. Danach soll der Ausbau vom Übergabepunkt bei Barksen im Raum Hessisch Oldendorf und von Ahrenfeld aus Richtung Thüste und Ockensen voranschreiten.

480 Kilometer Glasfaserkabel sollen im Landkreis verlegt werden

„Schönheit ist nicht alles, ein vernünftiger Breitbandanschluss gehört mittlerweile auch dazu. Nach langer Planung hat Ahrenfeld jetzt richtig Glück aufgrund seiner Lage und eine Riesen-Chance zur Weiterentwicklung. Ein Breitbandanschluss ist ein wichtiger Standortfaktor und bei der interessierten Teilnehmerzahl hier bin ich sicher, dass wir die benötigten 40 Prozent an Vertragsabschlüssen zusammenbekommen“, sagt Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening.

Heitmann erklärte, dass von drei – vielleicht sogar vier – beauftragten Firmen rund 480 Kilometer Glasfaserkabel im Landkreis verlegt werden sollen. Wenn es vier Firmen werden sollten, würde sich der gesteckte Zeitplan wahrscheinlich sogar noch verbessern. Für die potenziellen Kunden werden auf dem Grundstück bis zu 20 Meter lange Glasfaserkabel in 60 Zentimeter Tiefe kostenfrei verlegt und an dann installierte Technik inklusive Internetrouter angeschlossen, wobei die Kosten für die Hardware übernommen werden. Zur Verfügung gestellt werden muss von den Nutzern nur ein Stromanschluss für die Hardware.

In Ahrenfeld ist der Zeitplan aufgrund des Auftaktes jetzt ein besonderer. Normalerweise dauert die Vermarktung zwei Monate und beginnt etwa fünf Monate vor Baubeginn. Wenn die 40 Prozent an Verträgen nicht zustandekommen, wird die geplante Leitung an dem Ort vorbeigelegt, sodass der nächste Ort dann angeschlossen werden kann. Ein Anschluss nach dem jeweiligen Stichtag ist dann nur noch für einen Anschlussbeitrag in Höhe von 500 Euro bis zum Baubeginn und später nach dem Ausbau Ende 2022 nur noch auf Anfrage für einen deutlich höheren Betrag möglich. Während der Vermarktung wird in dem jeweiligen Ort eine Infoveranstaltung stattfinden, je nach Bedarf gibt es auch Beratungstermine. Aus anderen Orten können Bürger schon erklären, ob sie Interesse haben. Heitmann betont, dass diese Interessenbekundungen rechtlich völlig unverbindlich seien. Zum Erreichen der jeweiligen 40 Prozent der Hausanschlüsse vor Ort zählen später nur abgeschlossene Verträge, die gesondert inklusive einer Grundstückseigentümererklärung für das Verlegen der Glasfaserleitung unterzeichnet werden müssen. Auf Wunsch übernimmt htp dann auch die Kündigung des alten bestehenden Telekommunikationsvertrages und der jeweiligen Überführung inklusive Rufnummermitnahme.



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