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Resolution des Kreistags zur Schaffung digitaler Infrastruktur im Landkreis

Internetzukunft nur mit Glasfaser

HAMELN-PYRMONT. Einstimmig hat der Kreistag von Hameln-Pyrmont auf seiner jüngsten Sitzung eine Resolution zur Schaffung einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur im Landkreis verabschiedet. Nach Darstellung von Landrat Tjark Bartels ist der Aufruf an die Wirtschaftsministerien des Landes Niedersachsen und des Bundes sowie die heimischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten gerichtet.

veröffentlicht am 26.09.2018 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 26.09.2018 um 18:10 Uhr

Foto: pixabay
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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In der Resolution fordert der Kreistag eine zeitnahe Anpassung der bundesdeutschen Rahmenregelung zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden „Next Generation Access“ (NGA)-Breitbandversorgung an die Gigabit-Ziele der Bundesregierung, um die sogenannten weißen Flecken der Internetversorgung schneller und vor allem mit einem leistungsfähigeren Netz zu versorgen. Kritik wird in der Resolution vor allem daran geübt, dass der Bund derzeit die finanzielle Unterstützung beim Ausbau leistungsfähigerer Netze verweigert, wenn im vorhandenen Netz eine Download-Rate von 30 MBit vorgehalten wird, wie dies bei einem Anschluss mit Kupferkabel in der Regel der Fall ist.

Diese als Aufgreifschwelle bezeichnete Begrenzung „verkennt völlig den rasant gestiegenen Anforderungsbedarf an die Datenübertragungsraten“, heißt es in der Resolution, für die die CDU den Anstoß gegeben hatte. Zukunftsfähig sei allein eine glasfaserbasierte Infrastruktur bis an das Gebäude, in der auch 5G-Funkmaststandorte für eine leistungsfähige Abdeckung mit 5G im ländlichen Raum mitberücksichtigt werden müssten.

Der Landkreis erwarte vom Bund dazu in einem ersten Schritt eine Anhebung der Aufgreifschwelle auf mindestens 150 MBit, zwei Jahre später auf 250 MBit und jeweils mindestens die Hälfte der Bandbreite als Upload. Damit werde auch klargestellt, dass die vor allem von der Telekom genutzte Technologie keine Lösung für den ländlichen Raum darstelle. Auch der Europäische Rechnungshof habe festgestellt, dass sie Ertüchtigung von Kupferkabeln nur eine Steigerung der Geschwindigkeiten auf 60 bis 100 MBit ermögliche. Unumgänglich sei auch, dass der Bund die finanzielle Förderung an den Anforderungen der Praxis ausrichte und auch in der Höhe deutlich verbessere. Deshalb appelliere der Landkreis an die politisch Verantwortlichen in Bund und Land „schnell im Sinne dieser Gedanken zu handeln und die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern“.



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