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Neue Sparte rüstet auf

E-Sport in Hamelspringe: Reicht das schnellere Internet?

HAMELSPRINGE. 25 Mitglieder hat der TSV Hamelspringe seit der Einführung der neuen Sparte hinzugewonnen. „Plus die Leute, die ohnehin schon im Verein waren“, sagt Sajoscha Hillebrand. Er ist zweiter Vorsitzender des Vereins, der seit ein paar Monaten E-Sport anbietet. Größere Events konnte der TSV aber nicht veranstalten. Dafür war das Internet zu langsam.

veröffentlicht am 14.08.2018 um 17:13 Uhr
aktualisiert am 14.08.2018 um 17:50 Uhr

Zeit zum Zocken: Der TSV Hamelspringe bietet Breitensport am Computer an. Eine gute Internetverbindung ist für Online-Spiele notwendig. Foto: AMG
Muschik, Moritz

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Moritz Muschik Volontär zur Autorenseite
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Nun wird die Geschwindigkeit von 16 auf 50 MBit/s erhöht. „Mehr ist momentan nicht drin“, meint Hillebrand. Mehr als drei Teams könnten dennoch nicht zeitgleich vor Ort online spielen.

Aber warum brauchen die E-Sportler eigentlich schnelles Internet? Die Antwort ist einfach: Viele Computerspiele werden nicht nur offline gezockt, sondern ausschließlich über das Netz. Dazu gehört unter anderem das beliebte Strategiespiel „League of Legends“. Hier treten Spieler über das Web gegeneinander an.

Auch die neue Sparte des TSV Hamelspringe hat „League of Legends“ im Programm. „Ohne spezielle Genehmigung ist es aufgrund des offiziellen Servers vom Anbieter aber nicht möglich, das Spiel offline zu spielen“, sagt Hillebrand. Wenn mehrere Spieler bei sogenannten LAN-Partys oder anderen Events zocken wollen, sei eine entsprechend gute Internetverbindung erforderlich.

Und die konnte der Verein bislang nicht stellen. „Wir hätten am liebsten noch im August etwas gestartet. Zwei Teams hatten Interesse“, meint Hillebrand. Doch aufgrund der Internetverbindung sei das bisher nicht möglich gewesen. Nach der Aufstockung seien jetzt allerdings kleinere Events realisierbar. „Wenn fünf bis zehn Leute ein Trainingslager oder eine kleine Veranstaltung bei uns im Vereinsheim machen wollen, reicht die Geschwindigkeit aus“, so Hillebrand.

Größere Online-Turniere in der Turnhalle mit mehr Teilnehmern seien jedoch weiterhin nicht möglich. „Da ist heutzutage ein anderer Maßstab Pflicht, weil alles über das Netz stattfindet“, sagt Hillebrand. „Eine große LAN-Party mit Hunderten Teilnehmern, die alle mit Standleitungen versorgt werden müssen, kommt für uns aber eh nicht in Frage“, ergänzt der zweite Vorsitzende des TSV.

Mit der neuen Sparte spricht Hamelspringe inzwischen auch E-Sportler aus der Region an, zum Beispiel aus Hildesheim oder Braunschweig. „Wir wollen die Kreisliga für den E-Sport bieten und werben auch mit der Infrastruktur für Mitglieder“, sagt Hillebrand. Bei der nächsten Jahreshauptversammlung zu Beginn des kommenden Jahres sollen die Entwicklung der Mitgliederzahlen, Einnahmen und Ausgaben präsentiert werden. Dann werde geschaut, wie es mit der neuen Sparte weitergeht. „Es gibt viele ungeklärte Fragen“, meint Hillebrand. Zum Beispiel, ob durch die neue Sparte die Gemeinnützigkeit des Vereins in Frage gestellt wird.

Klar ist aber: E-Sport liegt im Trend. Profivereine wie der FC Schalke oder der VfL Wolfsburg haben bereits eigene Teams. Den Trend hat der TSV Hamelspringe erkannt – und geht neue Wege. „Es nimmt Fahrt auf“, meint Hillebrand. Mit der schnelleren Internetverbindung ist ein weiterer Schritt gemacht.



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