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Schnelles Netz am Haken

Eine von neun Technik-Stationen in Bensen aufgestellt

BENSEN. 23 Tonnen – ein wahres Schwergewicht konnte am Dienstag oberhalb des Friedhofs im Sünteldorf Bensen an seinen Bestimmungsort gestellt werden. „Mit dem Aufbau der Station ist ein weiterer Meilenstein unseres Projektes erreicht“, stellt Landrat Tjark Bartels erfreut fest. Das Projekt: die schnelle Internetverbindung für die Hameln-Pyrmonter Haushalte. Insgesamt neun solcher Technik-Stationen werden im Landkreis verteilt, drei davon im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 12.02.2019 um 16:40 Uhr

Der Bau, in dem die Technikstation eingerichtet wird, hängt frei am Haken und wird oberhalb des Friedhofs seinen Platz finden. Foto: pj

Autor:

Peter Jahn
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Vertreter des Landkreises, der Stadt Hessisch Oldendorf und der Firma hpt, die für den Glasfaserausbau verantwortlich zeichnet, sind gekommen, um das Aufstellen einer der neun Übergabestationen mitzuerleben. Mit schwerem Gerät sind die Mitarbeiter einer Fachfirma angerückt, um die Station an Ort und Stelle zu bringen. Der Kran wuchtet das fast fünf Meter lange und über drei Meter breite Gebäude vom Tieflader in die Höhe, um es schließlich auf dem vorbereiteten Platz abzusetzen. Von hier aus soll die Versorgung von Bensen, Haddessen, Pötzen, Höfingen und Fischbeck im Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet erfolgen. Auch die Hamelner Dörfer Welliehausen und Unsen hängen an diesem Netz. Sechs Stationen stehen nun bereits, die restlichen drei werden in den nächsten Tagen folgen. Eine von ihnen kann 2500 Haushalte ans schnelle Netz bringen.

Alle Dörfer im Bereich der Stadt Hessisch Oldendorf, die bereits abgefragt wurden, kommen auf über 60 Prozent Interessenten. „In Segelhorst sind es sogar 76 Prozent“, freuen sich Bürgermeister Harald Krüger und Amtsleiter Heiko Wiebusch. Es folgen Wickbolsen, Zersen, Barksen und Rohden mit über 60 Prozent. In Bensen wollen derzeit knapp 60 Prozent einen Anschluss ans schnelle Netz, bis zum 18. Februar kann man sich noch anmelden. Weitere Übergabestationen stehen außer in Bensen noch am Ende der Bergstraße in der Hessisch Oldendorfer Kernstadt und auf dem Grundstück der Stadtwerke an der verlängerten Hamelner Straße in Hemeringen. Von der oberen Bergstraße werden die Versorgungsleitungen in Richtung Schilfstraße, Barksener Weg nach Barksen verlegt. Dort haben Tiefbauer bereits begonnen, die Glasfaserkabel in die Bürgersteige zu bringen.

Und so soll es weitergehen: Nach Barksen folgen Zersen, Segelhorst und Wickbolsen. Danach folgen von Bensen aus Höfingen sowie Texas und Fischbeck. Allein im Stiftsdorf „wird die Bauzeit ein Jahr dauern“, sagt Thomas Heitmann, Geschäftsführer der Firma htp.

In Barksen haben die Tiefbauer den Graben im Bürgersteig ausgehoben, um Rohre mit den Glasfaserkabeln zu verlegen. Foto: pj

In einem zweiten Strang geht es von Bensen über Haddessen, Pötzen in die Hamelner Dörfer Welliehausen und Unsen. „Die Technikstationen sind die zentralen Knotenpunkte für den Glasfaserausbau. An die Stationen angebunden sind die Verteiler, von denen die Glasfaserkabel in jedes einzelne Haus führen“, erklärt die htp-Pressesprecherin, Kathrin Mackensen. Insgesamt 480 Kilometer wird die Glasfasertrasse im Landkreis Hameln-Pyrmont lang sein. Wer bei der Länge der Trasse von 480 Kilometern skeptisch wird, den beruhigen die Mitarbeiter von htp: „Es werden fünf Bautrupps damit beschäftigt sein, die Kabel zu verlegen.“

Neben den Technikstationen sorgen einmal 323 Verteiler dafür, dass im Landkreis die Haushalte eine stabile Internetanbindung mit hoher Bandbreite verfügen, verspricht htp. Es ist geplant, bis zum Jahr 2022 alle Städte und Dörfer am Netz zu haben. Das Netz bleibt im Besitz des Landkreises, der rund 57 Millionen Euro in die Hand nimmt, um dieses aufzubauen. Die htp wird nach Anschluss der Arbeiten das Netz pachten und betreiben.

Für den Bereich der Stadt Hessisch Oldendorf stehen inzwischen drei weitere Informationstermine fest. Am Mittwoch, 20. Februar, werden die Einwohner von Höfingen und Texas ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen. Die Termine für Fischbeck sind am Mittwoch, 27. Februar, und am Donnerstag, 28. Februar, beide im Schaumburger Hof. Voraussetzung ist auch hier, dass 40 Prozent der Haushalte und Gewerbetreibenden einen Vertrag über einen Glasfaser-Anschluss abschließen.

Mit dem Aufbau der Station ist ein weiterer Meilenstein unseres Projektes erreicht.

Tjark Bartels, Landrat


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