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Telekom baut Glasfaserleitung nahe Rumbeck – der Ort selbst hat nichts davon

Breitband nur für Nachbar-Landkreis

HESSLINGEN/RUMBECK. Die Telekom will an der Landstraße zwischen Heßlingen und Rumbeck eine Glasfaserleitung verlegen. Schon in Kürze werden dort Bagger zu sehen sein. Doch der Schein trügt: Die Rumbecker, die bisher noch vom langsamen Internet gebeutelt sind, haben angesichts der Baumaßnahmen noch keinen Grund zur Freude: Das neue Glasfaserkabel soll lediglich an ihnen vorbeiführen – der Ort selbst wird von der Hochgeschwindigkeitsleitung gar nicht profitieren.

veröffentlicht am 09.04.2018 um 14:03 Uhr
aktualisiert am 09.07.2018 um 16:39 Uhr

Kein schnelles Internet für Rumbeck. Foto: dpa
Jens Spickermann

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„Ein Ausbau ist in Rumbeck unsererseits nicht geplant und auch nicht möglich. Der Landkreis Hameln-Pyrmont strebt ein Betreibermodell an. Die Telekom beteiligt sich nicht an dem Betreibermodell“, schreibt Stefanie Halle, Pressesprecherin der Telekom auf Nachfrage. Das verlegte Kabel diene der Versorgung des Landkreises Schaumburg.

Dennoch werde im Zuge des Glasfaserausbaus des Kreises Hameln-Pyrmont auch Rumbeck bald schnelles Internet erhalten, sagt Heiko Wiebusch von der Verwaltung. Der Landkreis befindet sich derzeit in den Abschlussverhandlungen mit einem nicht genannten Provider. Noch nicht geklärt ist, ob auch die kleine Ortschaft Friedrichsburg von dem Ausbau profitieren wird. In der bisherigen offiziellen Planung des Kreises ist Friedrichsburg nicht berücksichtigt. „Unsere Interventionen sind wahrgenommen worden“, sagt Wiebusch. „Wir sind als Stadt Hessisch Oldendorf aber nicht Herr des Verfahrens.“ Trotzdem gehe er davon aus, dass die Appelle der Stadt an die Kreisverwaltung Wirkung gezeigt haben. Kai-Uwe Eggers (SPD) zeigt sich pessimistischer. Man müsse einkalkulieren, dass Friedrichsburg letztendlich unberücksichtigt bleiben könne. Man habe in Bezug auf Friedrichsburg nämlich bisher keine guten Erfahrungen gemacht und das Thema habe der Politik in den vergangenen Jahren viel Sorge bereitet. „Wir müssen nach allen Möglichkeiten suchen, wie wir etwas tun können“, so Eggers. Thomas Figge (CDU) regt an, dass möglicherweise Ortsratsmittel für die Breitbandversorgung der kleinen Orte in die Hand genommen werden könnten. „Wir werden nicht zulassen, dass irgendeine Ortschaft herausfällt“, sagte Figge. Auch Heßlingen bleibt bei den Ausbaumaßnahmen durch den Landkreis übrigens unberücksichtigt. Der Ort ist aber bereits an eine relativ schnelle VDSL-Leitung der Telekom angeschlossen.



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