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Vorsitzende erwartet von Bürgermeister Blome Einsatz / Der kommt zur Bürgerversammlung am 26. April

Breitband: IG Großenberg macht Druck

BAD PYRMONT. Die Interessengemeinschaft Großenberg will nicht tatenlos zusehen, ob das Pyrmonter Bergdorf einen Breitbandanschluss bekommt oder nicht, sondern Druck auf die Entscheidungsträger ausüben. Darum hat sie jetzt zu einer Bürgerversammlung mit Bürgermeister Klaus Blome eingeladen.

veröffentlicht am 15.04.2019 um 13:18 Uhr
aktualisiert am 15.04.2019 um 18:10 Uhr

Wenn das Internet aus Glasfaser-Anschlüssen kommt, dann sieht das so aus wie hier in Ahrenfeld, wo htp mit dem Ausbau des Breitbandnetzes im Landkreis Hameln-Pyrmont begonnen hat. Foto: Dana
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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BAD PYRMONT/GROßENBERG. Bekommt Großenberg wie (fast) alle anderen Orte im Landkreis Hameln-Pyrmont schnelleres Internet per Glasfaser oder nicht? Diese Frage, von der nicht zuletzt auch die Wettbewerbsfähigkeit des Pyrmonter Bergdorfes als Wohn- und Gewerbestandort abhängt, ist immer noch offen. Die Interessengemeinschaft Großenberg will aber nicht tatenlos zusehen, wie die Frage beantwortet wird, sondern hat jetzt zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen.

„Wir wollen wie alle anderen Orte einen besseren Breitbandanschluss haben“, betont die Vorsitzende der IG, Sandra Deppenmeier, gegenüber dieser Zeitung. „Großenberg wäre das einzige Pyrmonter Bergdorf, das darauf verzichten müsste, wenn es zu keiner Einigung kommen würde.“

Seit September vergangenen Jahres führt Großenbergs Ortsvorsteher Dirk Wöltje (CDU), der auch dem Rat der Stadt und dem Kreistag angehört, nun schon Gespräche, seinen Ort ans schnellere Netz anzubinden. Schnell heißt in dem Fall mittlerweile nicht 1 Gigabit, sondern nur noch 100 MBit pro Sekunde. Das würde der Leistung in den Ortsteilen und der Kernstadt entsprechen. Dies wäre möglich, wenn in die technische Aufrüstung investiert und eine Glasfaserleitung von „WestfalenWeserNetz“ bis zum Verteiler in Kleinenberg gemietet wird. Die Investitionskosten in Höhe von 100 000 Euro zur technischen Aufrüstung dieses Verteilers will der Kreis laut Wöltje in die Gesamtfinanzierung des Breitbandausbaus einbeziehen, vorausgesetzt die Stadt Bad Pyrmont kommt für die Anmietung der Leitung – 1200 Euro im Monat – auf. Das aber lehnen alle Pyrmonter Ratsfraktion ab, weil sie die Alleinzuständigkeit beim Kreis sehen, der den Netzausbauer htp damit beauftragt hat, bis zu 11000 Haushalte mit einer Geschwindigkeit von jeweils 1 Gigabit je Sekunde anzuschließen.

„Natürlich spielen die Kosten eine Rolle. Aber mein Ansprechpartner in dieser Frage ist Bürgermeister Klaus Blome“, betonte Sandra Deppenmeier und fügte hinzu: „Ich erwarte von ihm in dieser Angelegenheit einen gewissen Einsatz. Es reicht nicht, einfach nur an den Landkreis zu verweisen.“

Zumindest gesprächsbereit ist Bad Pyrmonts Bürgermeister. Er hat laut der IG-Vorsitzenden seine Teilnahme an der Bürgerversammlung zugesagt, die am Freitag, 26. April, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Großenberg beginnen soll. Auch Großenbergs Ortsvorsteher Dirk Wöltje werde dabei sein.

Einen Vertreter des Landkreises haben die Großenberger bislang nicht eingeladen. Allerdings kann sich Sandra Deppenmeier vorstellen, dass eine positive Nachricht zur Breitbandversorgung des Pyrmonter Bergdorfes im Interesse von Landrat Tjark Bartels (SPD) sein könnte. „Schlechte Nachrichten hat Herr Bartels in letzter Zeit ja schließlich genug gehabt.“



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