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Ausbau soll noch 2018 starten – doch zunächst müssen die Kunden warten

12 Fragen zum schnellen Internet

HAMELN-PYRMONT. Alle brauchen heutzutage schnelles Internet. Genau das wird jetzt vom Landkreis Hameln-Pyrmont und dessen Provider HTP versprochen. Seit Jahren warten die Nutzer auf mehr Speed in ihren Leitungen – bislang sind sie allzu häufig enttäuscht worden. Auch jetzt gibt es jede Menge Fragen.

veröffentlicht am 28.06.2018 um 17:45 Uhr
aktualisiert am 09.07.2018 um 16:08 Uhr

Glasfaserkabel bringen schnelles Internet. Der Ausbau in Hameln-Pyrmont soll noch 2018 starten und bis 2022 dauern. Foto: dpa
Thomas Thimm

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Thomas Thimm Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Bekommen nun alle Haushalte im Landkreis schnelles Internet? Nein. Landkreis und HTP bezeichnen von den 80 000 Hameln-Pyrmonter Haushalten nur 14 709 als unterversorgt. Nur diese können in den Genuss des geplanten Glasfaser-ausbaus kommen, die anderen 65 291 Haushalte nicht.

Was heißt „unterversorgt“? Als unterversorgt gilt, wer eine Internetleitung hat, die nicht schneller als 30 Mbit/s ist beziehungsweise sein kann. Wer heute eine Geschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s hat oder technisch haben kann, ist aus dem nun geplanten Ausbauprojekt raus.

Welche Regionen werden ausgebaut und welche nicht? Es sind eher die ländlichen Regionen; eben jene, die aktuell schlecht versorgt sind. Wer in den Städten Hameln oder Bad Pyrmont wohnt, ist mit dem Ausbauplan nicht gemeint.

Wo kann man sehen, ob man in einem Ausbaugebiet wohnt? Die Dewezet/Pyrmonter Nachrichten wollten heute die entsprechende Internet-Landkarte abdrucken, doch HTP und Landkreis rücken die Karte noch nicht heraus.

Und wie erfährt man nun, ob man in Frage kommt? Für den 25. Juli planen Landkreis und HTP eine große Info-Veranstaltung. Dann soll das Projekt detailliert vorgestellt werden. HTP hat angekündigt, auch eine breit angelegte Werbekampagne zu starten.

Von denen, die in einem Ausbaugebiet liegen, wird dann jeder angeschlossen? Das ist nicht automatisch so. HTP hat sogenannte Cluster, sprich geografische Räume, zusammengefasst. Diese sind größer als einzelne Orte und nicht deckungsgleich mit den Gemeinden. In diesen Clustern befinden sich 500 bis 3500 Haushalte. Diese Cluster-Haushalte werden befragt, ob sie schnelles Internet haben wollen.

Alle, die dann mit ‚Ja‘ antworten, bekommen einen Anschluss? Nein. Es gilt folgende Regel: Sind innerhalb eines Clusters mindestens 40 Prozent der Haushalte bereit, einen Vorvertrag mit HTP abzuschließen, kommt der Ausbau. Wollen weniger als 40 Prozent der Haushalte einen schnellen Internetanschluss, fällt dieser gesamte Cluster raus.


Und wenn man nicht in einem Clustergebiet wohnt, aber dennoch angeschlossen werden möchte – geht das? Das sieht der Landkreis-Plan nicht vor. Technisch wird das grundsätzlich zwar in vielen Fällen möglich sein, es würde aber sehr, sehr teuer werden für den Kunden.

Wie kommt HTP auf die Bevölkerung zu? Mit einer Werbekampagne, Info-Veranstaltungen, Beratungstagen, Postwurfsendungen und Vor-Ort-Beratungen.

Wenn man einen HTP-Anschluss bekommt, was kostet das? Wenn die Glasfaserleitung von der Straße ins Haus maximal 20 Meter lang ist, kostet der Anschluss nichts. Dafür investiert der Kreis 57 Millionen Euro in das Projekt.

Wie lange muss man Kunde von HTP bleiben? Zwei Jahre, danach kann man wechseln. HTP verdient dann an der Leitungsgebühr des neuen Lieferanten.

Wie schnell ist das Internet dann – und was kostet es? Gestaffelt von 50 bis 1000 Mbit/s für 35 bis 99 Euro.

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