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18 Bürger stimmen für neue Stadthalle

UPDATE: Kulturring-Umfrage: 846 Stimmen für Brückentor-Sanierung

RINTELN. Das Votum ist eindeutig - zumindest unter denen, die an der Umfrage des Rintelner Kulturrings mitgemacht haben: 846 Rintelner haben im Rahmen dieser Umfrage für die Sanierung des Brückentorsaals gestimmt. Nur 18 Bürger stimmten für den Bau einer neuen Stadthalle.

veröffentlicht am 26.02.2019 um 11:58 Uhr
aktualisiert am 26.02.2019 um 15:57 Uhr

RINTELN. Das Votum ist eindeutig – zumindest unter jenen, die an der Umfrage des Rintelner Kulturrings mitgemacht haben: 846 Teilnehmer haben im Rahmen dieser Umfrage für die Sanierung des Brückentorkomplexes gestimmt. Nur 18 Bürger stimmten für den Bau einer neuen Stadthalle. Vier Stimmen waren ungültig.

Dieses Ergebnis teilten Geschäftsführerin Juliane Weiss sowie Petra Sieve und Andrea Rienhoff vom Vorstand des Rintelner Kulturvereins am Dienstagvormittag gegenüber der Presse mit. Insgesamt waren 1200 Umfragezettel verteilt worden. Noch stünden die Stimmen des Rintelner Carnevalvereins aus. Zum ersten Mal waren die Umfragebögen beim Neujahrskonzert am 20. Januar verteilt worden.

Der Vorstand zeigt sich mit der Resonanz auf die Umfrage sowie mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Das Feedback ist eindeutig“, so Sieve.

Dass die Umfrage „einseitig“ ist, wie Geschäftsführerin Juliane Weiss sagt, sei allen Beteiligten bewusst gewesen. Zwar konnten sich Bürger auf dem Zettel pro Sanierung oder pro Neubau aussprechen, Vorteile wurden aber nur für die Sanierung genannt.

Für die Kulturring-Vertreter liegt dieses Vorgehen auf der Hand: „Natürlich wollen wir den jetzigen Standort erhalten“, so Weiss. Der Standort sei ideal, außerdem habe der Saal die perfekte Größe und Akustik für alle Veranstaltungen, die der Kulturring bislang dort hat stattfinden lassen. Auf die Umfrage hin habe es zahlreiche Rückmeldungen gegeben, die sich ebenfalls mehrheitlich für Erhalt und Sanierung des Brückentorkomplexes ausgesprochen hatten, so Sieve. „Wir wollen versuchen, das durchzusetzen“, sagt sie selbstbewusst. Für einen Neubau gebe es schließlich keine „vernünftige Begründung“.

Jegliche politische Nähe zur CDU, die diesen Standpunkt ebenfalls vertritt, weisen die drei Gesprächspartnerinnen jedoch entschieden von sich: „Wir sind politisch absolut neutral!“, so Rienhoff.

Sollte die Rintelner Politik eine Entscheidung contra Brückentorsanierung fällen, sehen sie jedoch schwarz für das kulturelle Leben in Rinteln, „dann wird die Kultur, die hier jahrelang mühsam aufgebaut wurde, verschwinden“, so Sieve. Und Mitglieder würden den Kulturverein verlassen. Und was solle allein passieren mit den kulturellen Veranstaltungen für Kinder, entweder direkt an den Schulen oder die Kindertheaterstücke, die bislang im Brückentorsaal gezeigt wurden?

Im März wird der Kulturring drei Veranstaltungen in der Aula des Gymnasiums Ernestinum abhalten. Die Technik müsse erst dorthin transportiert werden, der Akustik sehen die Kulturring-Vertreterinnen skeptisch gegenüber. „Die Aula ist eine Pausenhalle und keine Alternative“, findet Sieve klare Worte.

Das Ergebnis der Umfrage hat keine rechtlichen Folgen. Der Kulturring hat es jedoch bereits an Bürgermeister Thomas Priemer übermittelt mit der Bitte, dieses auch die Rintelner Politiker weiterzuleiten. Am Donnerstag, 28. Februar, 19 Uhr, kommt der Stadtrat das nächste Mal zusammen. „Dieses Votum kann der Rat nicht ignorieren“, findet Petra Sieve. Mit der Umfrage habe der Kulturverein ein Zeichen setzen und die Menschen „wachrütteln“ wollen, damit sie ihre Meinung öffentlich zum Ausdruck bringen. „Der Wunsch der Bürger ist hier aus dem Blick geraten“, sagt Andrea Rienhoff.

Vor der Ratssitzung am Donnerstag findet um 18 Uhr auf dem Marktplatz eine Demonstration für die Sanierung des Brückentorkomplexes statt (wir berichteten). Andrea Rienhoff, Juliane Weiss und Petra Sieve wollen dabei sein und mitdemonstrieren.



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