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Vorlage endlich öffentlich

An einem dieser fünf Standorte will Priemer eine Stadthalle bauen

RINTELN. Lange hat Bürgermeister Thomas Priemer ein Geheimnis daraus gemacht. Gesternabend stellte er kurz nach Redaktionsschluss doch noch die Verwaltungsvorlage online, an der sein Haus über Monate gearbeitet hat. . Die sieben von der Verwaltung durchgerechneten Varianten für eine mögliche Stadthallensanierung werden in der Bauausschusssitzung am 4. April öffentlich verhandelt. Sie sehen wie folgt aus:

veröffentlicht am 26.03.2019 um 00:30 Uhr
aktualisiert am 27.03.2019 um 14:39 Uhr

RINTELN. Lange hat Bürgermeister Thomas Priemer ein Geheimnis daraus gemacht. Gesternabend stellte er kurz nach Redaktionsschluss doch noch die Verwaltungsvorlage online, an der sein Haus über Monate gearbeitet hat. . Die sieben von der Verwaltung durchgerechneten Varianten für eine mögliche Stadthallensanierung werden in der Bauausschusssitzung am 4. April öffentlich verhandelt.

Sie sehen wie folgt aus: 

Variante 1: Neubau der Stadthalle auf dem vorhandenen Parkplatz des Hallenbades. Kosten: 9.152.027,30 EUR

Variante 2: Neubau einer Stadthalle auf dem vorhandenen Parkplatz des Steinangers. Kosten: 9.107.365,05 EUR.

Variante 3: Neubau auf dem städtischen Grundstück an der Burgfeldsweide. Kosten: 8.672.302,81 EUR.

Variante 4: Neubau auf dem Standort Kollegienplatz. Kosten: 9.366.925,71 EUR.

Variante 5: Neubau zwischen Hallenbad und Sporthalle. Kosten:8.916.118,32 EUR.

Variante 6: Sanierung des vorhandenen Brückentorsaals. Kosten: Mindestens 4.629.220,98 EUR.

Variante 7: Sanierung des vorhandenen Brückentorsaals inklusive Abbruch des Bereichs des „ehemaligen COOP“. Kosten: Mindestens 5.215.000,64EUR.

Zu den beiden Sanierungs-Varianten, gegen die Bürgermeister Thomas Priemer sich seit Monaten einsetzt, hat die Verwaltung eine ergänzende, noch höhere Kostenschätzung ermittelt. Nämlich zu Variante 6 5.774.525,28 EUR, zu Variante 7 6.345.672,92 EUR, in beiden Fällen zuzüglich möglicher Unwägbarkeiten. In einer ersten Stellungnahme zeigt sich CDU-Fraktionsvorsitzende Veit Rauch wenig überrascht von der Vorlage. "Das ist doch unseriös", kommentierte er, "bei keiner der Neubau-Varianten wurde der Grundstücksverbrauch berechnet." Die städtischen Grundstücke, auf der Priemer eine Stadthalle bauen wolle, würden ja danach nicht für andere Projekte zur Verfügung stehen. Außerdem würden dadurch zusätzliche Flächen versiegelt. Bürgermeister Priemer habe die Kostenschätzung für die Sanierung außerdem um eine dreiprozentige Kostensteigerung pro Jahr ergänzt, "aber dann muss er das bei den Neubauvarianten auch so machen, alles andere ist unseriös", sagt der erklärte Sanierungs-Befürworter Rauch. Für ihn das wichtigste Argument: "Alle Neubau-Varianten sind trotz aller rechnerischen Alternativen doppelt so teuer wie die Sanierung des Brückentor."

Gert Armin Neuhäuser, Fraktionsvorsitzender der WGS, sieht es genauso. "Es wird keinen Neubau geben, der nicht mindestens doppelt so teuer ist wie die Sanierung des Brückentorsaals und der damit finanzpolitisch Wahnsinn wäre." Außerdem glaubt Neuhäuser schon jetzt zu wissen, wie es weitergehen wird: "Thomas Priemer wird unter dem Druck des drohenden Bürgerbegehrens einknicken wie ein einsamer trockener Reisig im Sturm und sich an die Spitze der Bürgerbewegung für die Sanierung des Brückentor setzen."

Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Astrid Teigeler-Tegtmeier hatte aufgrund der Kürze der Zeit noch keine Möglichkeit, die ausführliche Vorlage im Detail zu studieren. "Um weitere Entscheidungen treffen zu können fehlen jetzt noch die Aussagen in Bezug auf einen möglichen Investor für den Brückentorkomplex und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen. Es ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt zu kurz gedacht, die reinen Sanierungskosten für den Brückentorsaal mit den Baukosten für eine neue Stadthalle in Relation zu setzen."

Weitere Politiker waren aufgrund der Kürze der Zeit noch nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.



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