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Dorfgemeinschaft ist stolz aufs Heimatmuseum

Was die Sammsener noch nicht kannten…

LÜGDE-SABBENHAUSEN. Viele hundert Stunden Arbeit stecken drin, jetzt wurde das Heimatmuseum in Sabbenhausen offiziell eröffnet. Am Wochenende warfen schon viele Neugierige einen Blick hinein und vor allem auf die Vergangenheit des eigenen Dorfes.

veröffentlicht am 07.11.2021 um 17:38 Uhr

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„Es ist einfach toll, dass wir nicht nur einen neuen gestalteten Dorfmittelpunkt haben, sondern nun auch über ein schönes Heimatmuseum verfügen.“ So und ähnlich ist es in den Räumen des Museums immer wieder zu hören, während sich dort unaufhörlich Neugierige umschauen.

Im Grunde ist es schon fast eine märchenhafte Geschichte, dass dieses wirklich große Gebäude gegenüber der Schule mitten im Dorf überhaupt erhalten blieb und nun zukunftsweisend für die Dorfgeschicke der Gemeinschaft zur Verfügung stehen kann. Anderenorts gäbe es ausreichend Beispiele, dass erst einmal leer stehende Gebäude zunehmend verfallen, zu Spekulationsobjekten werden und schlussendlich abgerissen aus dem Dorf verschwinden.

„Sie stellen nur noch Fotomotive für die Dorfchronik dar. Ganz anders eben hier bei uns in Sabbenhausen. Und darauf können wir echt stolz sein, dass wir das als Gemeinschaft tatsächlich geschafft haben,“ sagt Klaus Meier als Vorsitzender des Fördervereins. Dem Verein ist es wohl vor allem zu verdanken, dass man nicht nur einen gemeinsamen Treffpunkt im Ort hat, sondern nun auch ein Erinnerungsort, an dem man die Geschichte Sabbenhausens lebendig und wach halten kann.

„Es ist das erste Mal, dass ich diese historischen Fotos von meinem Ort sehe, zum Beispiel von der alten Klostermühle, oder dem Ortskern mit Spritzenhaus, Schmiede und Zehntscheune. Auch wie das vor Meinbergs Gaststätte und dem alten Zollhaus 1950 aussah, ist für mich absolut faszinierend“, zeigt sich eine Besucherin begeistert. Neben ihr begeben sich von den knapp hundert Gästen im Saal des Mehrgenerationentreffs immer wieder interessierte „Sammsener“, wie sich Sabbenhausener auch nennen, gemeinsam mit Prälat Heinrich Festing in die Museumsräume, um dann von seinem schier unerschöpflichen Wissen um das Kloster Falkenhagen und ihrem Heimatort historische Besonderheiten zu erfahren.

Ihnen gemeinsam ist die Freude anzumerken, dass aus dem Projekt Mehrgenerationentreff mit dem nun ergänzten Heimatmuseum und Archiv ein „echtes Schmuckstück in Lippe“ gelungen ist, wie es treffend auch Bürgermeister Torben Blome im Saal anmerkt.



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