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Geschenke an die Heimat

Schöpfkelle, Säbel, Standkreuz: antiquarische Gegenstände für das Museum

LÜGDE. Zwar ist Cottbus derzeit der Wohnsitz des gebürtigen Lügders Dr. Wolfgang Wiehe, doch den Bezug zu seiner Heimat hat er dennoch nie verloren, zumal sich sein Elternhaus in der Hinteren Straße befindet. Um dieses inzwischen verwaiste Haus leer zu räumen, kam Wiehe nun wieder nach Lügde und musste über den Verbleib einiger für das historische Gedächtnis Lügdes interessante Exponate entscheiden.

veröffentlicht am 03.08.2021 um 10:00 Uhr

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Reporter

Nach dem Biologiestudium in Bielefeld und Berlin verschlug es Dr. Wiehe 1995 nach Brandenburg, wo er an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im dortigen Laborbereich mit analytischen und mikroskoporientierten Vorgängen aus der Pflanzenwelt befasst ist.

Mit dem Lügder Heimat- und Museumsverein fand er genau die richtige Institution und mit dessen Vorsitzenden Josef Huppertz genau den kompetenten und empathischen Ansprechpartner. Also kam der 64-Jährige recht leicht zu dem Entschluss, diese Exponate dem Heimat- und Museumsverein zu übereignen und gab sie in die Hände von Josef Huppertz.

Damit verfügt das Museum nun über eine große Schöpfkelle der Familie Wiehe, die aus Messing besteht und aus dem Ziffernblatt einer schon damals alten Standuhr hergestellt wurde. Zwei Säbel sind in der Schenkung enthalten, ein Studentensäbel aus dem Besitz von Edmund Schlieker, ehemals Hintere Straße 43, und ein Ehrensäbel des Thüringischen Ulanenregiments No. 6 für den Wachtmeister Mathias aus Lügde, ebenfalls aus Edmund Schliekers Besitz.

Josef Huppertz hat die Exponate ins Museum gebracht. Foto: RR

Mit einer kleinen Karbidlampe warnte Karl Wiehe, Schrankenwärter im Uhlsen, vor Urzeiten die Überquerer der Gleise vor Zügen auf dem Weg nach Lügde, und ein neugotisches Standkreuz aus Holz stammt, so zeigt es eine Notiz auf seiner Rückseite, von dem Lügder Bildhauer A. Tappe.

Außerdem sind in der Schenkung drei kleine Gemälde enthalten, die allesamt von dem früheren Rektor der Lügder Schule, A. Meier, stammen, an den sich nur noch ältere Lügder erinnern können. Über deren künstlerische Qualität lässt sich streiten, doch immerhin hat dieser sehr gestrenge Rektor, dessen pädagogisches Rüstzeug aus Rohrstock und Schlüsselbund bestand, in diesen Bildern auch seine sensible Seite gezeigt.

Josef Huppertz freute sich besonders darüber, „dass die Lügder, die es in die Fremde gezogen hat, ihre Heimat nicht vergessen und immer wieder gerne Lügde besuchen“. Dem konnte sich Dr. Wolfgang Wiehe nur anschließen.



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