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„Museumsrunde“ widmete sich der Frage: Wie kann Lippe zukunftsfähig gemacht werden?

Schnelles Internet ist wichtig

LÜGDE/DETMOLD. Rund 260 Vertreter aus Unternehmen, Hochschule, Politik und Verwaltung trafen sich zur 32. „Museumsrunde“ im LWL-Freilichtmuseum Detmold. In der wichtigsten Veranstaltung für Wirtschaft und Wissenschaft in Lippe ging es um die zentrale Frage: Wie können wir Lippe „zukunftsfit“ machen?

veröffentlicht am 30.05.2017 um 17:46 Uhr

Digitalisierung, Fachkräfte, Bildung und Standortimage gehören zu den zentralen Herausforderungen. Eingeladen hatten der Kreis Lippe, die Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Hochschule OWL) und die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe).

Mit Professor Dr. Jürgen Krahl ergriff der neue Präsident der Hochschule OWL das Wort. Er setzte in seinem Kurzvortrag Impulse für die folgende Talkrunde mit Landrat Dr. Axel Lehmann und Volker Steinbach (Vizepräsident der IHK Lippe). So stellte er eine neue Transferstrategie, den Innovationscampus Lemgo sowie das neue hochschuleigene Institut für Wissenschaftsdialog vor. „Die Hochschule OWL ist sehr forschungsstark und innovativ“, hob Professor Krahl hervor. „Die gute Zusammenarbeit mit Unternehmen macht uns für Studierende attraktiv – aus ganz Deutschland und dem Ausland. Wenn die Unternehmen ihnen gute Perspektiven bieten, werden sie in der Region bleiben.“

IHK-Vizepräsident Steinbach forderte eine noch breitere und intensivere Zusammenarbeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen mit der Hochschule. „Technologien verändern sich mittlerweile so schnell, dass der Mittelstand da allein nicht mehr mitkommt. Ohne Kooperationen und Vernetzung werden wir auf der Strecke bleiben.“ Steinbach machte das auch am Thema Digitalisierung fest: „Hier stecken viele noch in den Kinderschuhen. Dabei gibt es in der Region passgenaue kostenfreie Angebote. Sie müssen nur genutzt werden.“ Die Digitalisierung könne aber nur gelingen, wenn die Unternehmen auch einen leistungsfähigen Breitbandanschluss hätten, legte Steinbach den Finger in eine tiefe Wunde. „Die Anbindung an das Internet ist in vielen Unternehmen eine Katastrophe.“ Geplant seien zwar bis 2018 flächendeckend 50 Megabit/Sekunde, das sei aber dann schon wieder zu wenig. Bund und Land sollten gleich auf 1 Gigabit/Sekunde aufstocken, forderte Steinbach.

Daran knüpfte Landrat Dr. Axel Lehmann mit seinen Ausführungen an. Er betonte: „Sowohl die Wirtschaft als auch die Wissenschaft sind für eine gute Entwicklung auf eine starke digitale Infrastruktur angewiesen.“ Deshalb sei der Breitbandausbau ein wichtiges Thema in Lippe und auch im Zukunftskonzept 2025, unterstrich der Landrat. „Wenn wir 2019 eine flächendeckende Versorgung in ganz Lippe etabliert haben, ist damit ein wichtiger Schritt getan, der langfristige Prozess aber sicherlich noch nicht abgeschlossen.“



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