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Ein Ausdruck der Heimatverbundenheit

Sabbenhausen: Eröffnung des Heimatmuseums steht an

LÜGDE / SABBENHAUSEN. Wie wichtig eine intakte Dorfgemeinschaft dafür ist, sich heimisch, wohl und sicher zu fühlen, dürften die Bewohner des Lügder Ortsteils Sabbenhausen am eigenen Leibe erfahren haben, als sie sich 2008 mit ihrem 750-jährigen Dorfjubiläum beschäftigten. Diese Erfahrung prägte denn auch ihr Vorhaben, in der Dorfmitte einen Mehrgenerationentreffpunkt zu schaffen und darin ihr erstes eigenes Heimatmuseum einzurichten.

veröffentlicht am 06.11.2021 um 15:30 Uhr

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Für einen einzelnen Einwohner wäre das nicht zu stemmen gewesen. In der Gemeinschaft kann man aber etwas schaffen. Diese Erfahrung gehört nun auch zu den Bewohnern von Sabbenhausen. Sie gründeten 1998 einen Förderverein mit dem Ziel, ein in der Ortsmitte befindliches Anwesen zu erhalten.

Das ehemalige Restaurant „Zum Klosterberg“ sollte der Gemeinschaft als Dorfmittelpunkt dienen. Geschätzt fast eine halbe Million Euro waren als Investitionssumme zu schultern, was schlussendlich mit reichlich Fördersummen, Spenden und vor allem viel Eigenleistungen gelang. Letztere sollen sich laut Klaus Meier, dem Vorsitzenden des Fördervereins, bislang auf mehr als 7200 Arbeitsstunden summiert haben. Nun ständen nur noch wenige Restarbeiten an.

Doch das Haus soll nicht nur der Dorfgemeinschaft, privaten Buchungen oder Vereinstätigkeiten Raum bieten, sondern auch ein Heimatmuseum beherbergen. „Es war mir ein besonderes Anliegen, einen von mir schon lang gehegten Wunsch zu erfüllen und meiner Heimat dauerhaft einen Erinnerungsort in Form eines Archivs und Heimatmuseums zu schaffen“, so Prälat Heinrich Festing. Akribisch von ihm in den letzten Jahren zusammengesucht und erforscht, finden sich seine Recherchen in den Räumen des Museums wieder.

Dem Museum im ersten Stock stehen vier Räume zur Verfügung. In dem ersten Raum wird die Geschichte des Ortes vorgestellt. Mit Urkunden und historischen Fotos nachvollziehbar gemacht, erfährt der Betrachter mehrmalige Zerstörungen bis hin zur völligen Aufgabe von Ansiedlungen sowie die prägenden Orden.

Die Räume zwei und drei kennzeichnen Festings Lebensweg bis zum Diözesanpräses des Kolpingwerkes Paderborn und seine 30-jährige Tätigkeit als Generalpräses des internationalen Kolpingwerkes, die schließlich das Kolpingwerk in über 60 Ländern weltweit ausbreiten ließ.

Im vierten Raum hingegen geht es um den Rückblick auf die Dorfgemeinschaft, die schließlich ein 750-jähriges Jubiläum erfolgreich werden ließ. So ist liebevoll ein „Dorfladen“ wiedererstanden. Eine Auswahl der rund 200 für das Jubiläum handgefertigten historischen Kostüme können neben einer gemütlich eingerichteten Bauernstube betrachtet werden.

„Am kommenden Sonntag, 7. November, wollen wir ab 15 Uhr das Museum für Besucher zugänglich machen und offiziell eröffnen. Danach ermöglicht der Förderverein den Besuch des Heimatmuseums jeweils am ersten Sonntag im Monat im Zusammenspiel mit dem ehrenamtlich betriebenen Dorf-Café jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr. Darüber hinaus können über Prälat Heinrich Festing (05281/96154) oder Klaus Meier (05283/8657 oder klausundingridmeier@t-online.de) Besichtigungstermine verabredet werden“, lautet der Hinweis des Vorsitzenden des Fördervereins.



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