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Verkehrssituation in der Lügder Innenstadt

Rote Karte für Falschparker: Konsequenteres Handeln durch Verwaltung

LÜGDE. Bereits in der Vergangenheit hatte sich die für Ordnung und somit auch für den Verkehrsbereich zuständige Kommunalpolitik mit dem ruhenden Verkehr und der Parkraumbewirtschaftung beraten. Dabei blickten die Ratsmitglieder oft sorgenvoll in die historische Altstadt, die im Grunde mit dem Gesamtkonzept Umgehungsstraße an Attraktivität gewinnen sollte.

veröffentlicht am 28.09.2021 um 14:15 Uhr
aktualisiert am 28.09.2021 um 18:00 Uhr

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Reporter

Beim Shoppen, bummeln, sich von einer besonderen Atmosphäre der Altstadt anziehen lassen und darin verweilen können, ohne die störende Belastung eines erheblichen Verkehrsstromes ertragen zu müssen, war sicherlich ein Wunsch, der sich mit der Umgehung durch eine veränderte Verkehrssituation erfüllen sollte.

Nun, die Attraktivität des historischen Kerns dürfte sich unbestritten erfüllt haben. Doch zu manchen Zeiten, so schildern Beobachter das Geschehen insbesondere im Verlauf der Mittleren Straße, könne von einer beruhigten Verkehrssituation kaum gesprochen werden. Sind es Ortsansässige, die wie früher gewohnt halt den Weg durch die Innenstadt wählen, fragen sich Ratsmitglieder im Fachausschuss für Bürgerservice, Ordnung und Feuerwehr in ihrer Sitzung im Elbrinxener Feuerwehrhaus.

Es werde sicherlich Gründe im Quell- und auch Zielverkehr dafür geben, warum die Fahrt durch die Kernstadt gewählt werde. Aber gerade der Zielverkehr, also mal eben etwas erledigen wollen, führe zunehmend zu erheblichen Störungen, ja sogar zu gefährlichen Situationen. Diese entstünden, weil eben nicht ausschließlich die durch eine markierende Pflasterung herausgehobenen Flächen zum kurzzeitigen Parken genutzt werden.

„Manche Fahrzeugführer parken an engen Stellen und machen ein Vorbeifahren fast unmöglich. Andere wiederum parken dermaßen dicht an den Häusern, dass sie den Weg für Fußgänger verstellen. Insbesondere mit Kinderwagen gäbe es dann kein Durchkommen und man müsse auf die Fahrbahn ausweichen“, beschreibt Daniela Wendt vom Fachbereich Ordnung von ihr beobachtete Situationen.

Es sei doch nur für einen ganz kurzen Moment, käme dann als Ausrede. Manche Angesprochenen reagierten dann völlig uneinsichtig oder sogar unflätig. Auch der Ausschussvorsitzende Thomas Blum kennt derartige Beobachtungen aus dem Bereich der Volksbank, wo man eben mal kurz vor dem Bankgebäude parke, statt den Parkplatz der Volksbank zu nutzen. Ebenso oft käme es im Bereich der Apotheke und der Arztpraxis in der Mittleren Straße zu Engpässen.

„Wir werden uns seitens der Verwaltung in der nächsten Zeit vermehrt der Parksituation im Kernstadtbereich widmen und dabei konsequent verwarnen“, kündigt Bürgermeister Torben Blome an. Dazu gehöre auch die Straße Unter den Klippen, wo oft zu beobachten sei, dass der Gehweg durch Parkende verstellt werde. Gerade dort sei es für die den Schulweg nutzenden Kinder dann zu gefährlich, da sie auf die Fahrbahn ausweichen müssten.

„Es muss sich schon etwas ändern. Dabei kommt es uns schon darauf an, im Interesse der Gewerbetreibenden und Anwohner ausgewogen vorzugehen. Wir werden auch in Gesprächen auf Verhaltensänderungen hinwirken. Das heißt also das Problem gemeinsam mit den Bürgern anzugehen. Doch wer sich nicht belehren lasse oder wiederholt durch sein Fehlverhalten auffalle, der müsse dann eben auch die Konsequenzen tragen. Die können bei einer fortgesetzten Handlung durchaus auch teuer werden“, so der Verwaltungschef.



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