weather-image
×

Lügde nimmt an der Solaroffensive Ostwestfalen-Lippe teil

Photovoltaik gezielt forcieren

LÜGDE. Es zahle sich aus, dass in der Osterräderstadt in der Verwaltung eine Stelle für ein Klimamanagement eingerichtet wurde und sich mit David Bogusch ein aktiver Mitarbeiter gefunden habe, so der Tenor im Fachausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der Fachmann nutzte dann auch ausgiebig die Gelegenheit, recht detailliert das Lügder Engagement in Sachen Photovoltaik und Klimaschutz zu schildern.

veröffentlicht am 25.12.2021 um 09:00 Uhr

25. Dezember 2021 09:00 Uhr

Avatar2
Reporter

LÜGDE. Es zahle sich aus, dass in der Osterräderstadt in der Verwaltung eine Stelle für ein Klimamanagement eingerichtet wurde und sich mit David Bogusch ein aktiver Mitarbeiter gefunden habe, so der Tenor im Fachausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Der Fachmann nutzte dann auch ausgiebig die Gelegenheit, recht detailliert das Lügder Engagement in Sachen Photovoltaik und Klimaschutz zu schildern.

Anzeige

Gemeinsam mit über 70 anderen Kommunen in Ostwestfalen-Lippe hat sich Lügde einer sogenannten Solaroffensive angeschlossen. Hierin habe man sich zum Ziel gesetzt, speziell die Photovoltaiktechnik auszubauen, sich dabei insbesondere kommunale Liegenschaften vorzunehmen sowie die Beratung privater Haushalte wie auch von Unternehmen zu intensivieren. Passend hierzu hatte der Rat der Stadt erst kürzlich einstimmig beschlossen, in der Kernstadt Photovoltaikanlagen bis zu einer Dachfläche von 30 Prozent zuzulassen.

Für den Gesamtbereich Lügde kämen nach Boguschs Recherchen 68 kommunale Gebäude in Betracht, die auf ihre Eignung für Solaranlagen begutachtet werden könnten. Dabei werde nicht nur die Sonnenausbeute berücksichtigt, wichtiger sei noch der Jahresstromverbrauch, denn eine Photovoltaikanlage soll sich schließlich auch rechnen. Weiterhin spiele der Zustand des Gebäudes eine Rolle.

Das könnte Sie auch interessieren...

„Interessant ist bei der Förderung mit öffentlichen Mitteln, dass das Land Nordrhein-Westfalen Anlagen auf kommunalen Gebäuden mit speziellem Förderprogramm nur in Verbindung mit Batteriespeichern unterstützt“, berichtet Bogusch. Bis zu einer Investitionssumme von 350000 Euro könnten 90 Prozent des Aufwandes finanziell gefördert werden. Eine weitere Voraussetzung sei, dass nur bis zu 20 Prozent der Nennleistung der Anlage in das Stromnetz eingespeist werden darf. Das heißt, der überwiegende Teil des Stroms muss hausintern eigengenutzt werden.

Erste Prüfergebnisse zeigen, dass neben dem Schulzentrum, auf dessen Dach eine entsprechende Anlage geplant sei, die beiden Hauptgebäude der stromintensiven Kläranlagen sowohl in Elbrinxen als auch in Rischenau für die Errichtung einer Photovoltaikanlage geeignet wären. Für beide Anlagen seien schon die Förderanträge gestellt und bereits nach kurzer Zeit positiv beschieden worden. So erhalte die Stadt für Elbrinxen eine Fördersumme von 49500 Euro, für die Stadt verbliebe demnach die Summe von 500 Euro. Für Rischenau ist die Fördersumme von 3 500 Euro bewilligt, hier bliebe für die Stadt ein Aufwand von voraussichtlich 500 Euro.

Ergänzend, so berichtete Bogusch, laufe eine Machbarkeitsstudie für die Grundschule in Rischenau und den Bauhof. Insbesondere beim Bauhof wäre eine Umstellung des Fuhrparks auf E-Mobilität mit eigengenutztem Photovoltaikstrom äußerst lukrativ. Laut Bauamtsleiter Gregor Günnewich herrsche derzeit viel Bewegung auf dem Fördermarkt, die es zu nutzen gelte. Bürgermeister Torben Blome stimmt ihm insofern zu, dass die Stadt bereits wesentliche Fortschritte bei den kommunalen Gebäuden mache.

Nun käme es darauf an, private Haushalte und das riesengroße Potenzial der Unternehmen zu erschließen und zu begeistern.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2022
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.