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Feuerwehren in Lügde und Falkenhagen im Einsatz

Kreis Lippe: Grüne fordern wirksames Starkregenkonzept

KREIS LIPPE.Die Grünen im Kreis Lippe stellen die Frage, wie gut der Kreis Lippe gegen Hochwasser und Starkregen gerüstet ist. Der Klimawandel sei auch bei uns angekommen, wie nicht erst die katastrophalen und tragischen Ereignisse in der Eifel und in den südlichen Mittelgebirgen in NRW vor einigen Wochen zeigen würden.

veröffentlicht am 24.08.2021 um 13:00 Uhr

Auch in Lippe gebe es neben den Folgen der Dürrejahre für die Landwirtschaft und dem Fichtensterben im Teutoburger Wald immer häufiger Überschwemmungen nach Starkregenereignissen wie zum Beispiel in Lemgo Lieme, Bad Salzuflen und Lügde. Auch wenn es hier in Lippe schon an vielen Stellen zu wirtschaftlich schmerzhaften Schäden für die Betroffenen gekommen sei, habe es bisher zum Glück keine ganzen Häuser zerstört oder gar Menschenleben gefährdet.

Starkregen hatte erst am Sonntag die Feuerwehr Lügde gefordert. Um 22.21 Uhr wurde die Einheit Lügde zu einem Wasserschaden in die Straße „An der Gärtnerei“ alarmiert. Der Schledenbach war über das Ufer getreten und drohte in eine Fußgängerunterführung zu fließen. In kürzester Zeit kamen weitere Einsatzstellen im Stadtgebiet durch den anhaltenden Starkregen hinzu. An der Höxterstraße sowie im Ortsteil Falkenhagen liefen einige Keller voll, die Einsatzkräfte der Feuerwehr pumpten die Keller mit Tauchpumpen leer.

Durch Erdreich nach Starkregen war in der Nacht von Sonntag auf Montag auch die Fahrbahn der Kreisstraße 32 zwischen Polle im Kreis Holzminden und dem Lügder Ortsteil Hummersen stark verschmutzt worden. Die Straßenmeisterei des Landkreises Holzminden ist am Montagmorgen ausgerückt, um die Strecke wieder so zu reinigen, dass sie verkehrssicher befahren werden kann.

Die Lipper Grünen befürchten eine Zunahme von Unwettern, da die Politik der Bekämpfung des Klimawandels global, national und im Land nach wie vor viel zu inkonsequent gegenüberstehe.

Der Bundestagskandidat der Grünen, Robin Wagener dazu: „Neben einer verbesserten Bundeskoordination im Bevölkerungsschutz brauchen wir auch vor Ort einen neuen Blick auf den Katastrophenschutz. Wo kann es zu welchen Überflutungen kommen? Welche weiteren Extremwetterschäden drohen in Lippe? Wie kann das vorhergesagt werden? Wie bereiten sich Bevölkerungsschutz, die Kommunen und die relevanten Bereiche in der Kreisverwaltung wie zum Beispiel der Fachbereich Umwelt für diese Ereignisse vor?“

Jetzt werde schmerzhaft deutlich, wie sich das Bauen in hochwassergefährdeten Gebieten auswirkt. Der Kreis Lippe und die Kommunen müssten vehement dafür sorgen, dass Bauleitplanungen konsequent gefährdete Bereiche ausschließen und dort keine Genehmigungen für Bauvorhaben mehr ausgesprochen werden. Der aktuell im Entwurf vorliegende neue Regionalplan sei ebenso neu zu überarbeiten. Die geplante Neuaufstellung der Landschaftsplanung in Lippe habe dieses Thema ebenfalls mit in den Fokus zu nehmen.

red



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