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Benefizkonzert für Euskirchen

Hilfe nach Flut – „Dafür verzichten wir gern auf die Gage“

LÜGDE. „Rock im Emmerauenpark – Wir für EU(CH)skirchen“ – so war das Benefizkonzert überschrieben, mit dem die Hardrockband Rusted Roof, die Freiwillige Feuerwehr Lügde und der Marketingverein Geld sammelten für die Opfer der Flutkatastrophe in NRW. Und Rusted Roof legte sich so richtig ins Zeug.

veröffentlicht am 29.08.2021 um 16:00 Uhr

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Reporter

Die Falkenhagener Band, die in der Region für ihren melodischen Hardrock alter Schule, der komplett aus der eigenen Feder stammt, einen guten Ruf genießt, ließ es über zwei Stunden lang richtig krachen. Dass sie Ende August dafür mit dicken Jacken und Parka auf der Bühne stehen mussten, tat ihrem Enthusiasmus keinen Abbruch. Und auch die über den Abend verteilt rund 100 Gäste gingen steil – soweit es die Balance mit Bierglas in der einen Hand und Schirm in der anderen zuließ. Denn jede Falschstellung wurde bestraft: das Bier verwässert und die Kleidung durchtränkt.

Dennoch kamen immer wieder Gäste, um die Band anzufeuern und ihre Solidarität zu bekunden – auch wenn sie nicht allzu lange blieben. Wer doch aushielt, wurde zwar garantiert nass – egal, wie groß der Schirm war –, hatte aber richtig Spaß mit Songs wie „Rescue Me“, die zu dem furchtbaren Anlass passten. Dass der Regen von oben vielleicht ärgerlich war, aber verglichen mit den Wassermassen, mit denen die Menschen in NRW zu kämpfen hatten, wurde schnell deutlich, denn: Wie furchtbar das Ausmaß der Katastrophe vor Ort war, darüber berichteten einige Mitglieder der Feuerwehr, die zu einer Hilfsaktion vor Ort waren. Sie erzählten zwischen den Auftritten der Band von Gebieten, in denen die Zivilisation aufgehört hat, zu existieren: „Weite Bereiche, in denen es keinen Strom gab, nicht mal Trinkwasser. Wir haben Menschen aufgesammelt aus Gebieten, in denen es keine Aussicht auf Notärzte gab“, erzählte Marco Tallig.

Auch Bürgermeister Torben Blome griff zum Mikrofon und machte deutlich, dass die Feuerwehrkameraden, die im Katastrophengebiet in der allerhöchsten Not dort bis an die eigenen Grenzen gegangen sind, das alles neben ihrem Beruf gemacht haben. „Das ist deren Hobby, ihre Kraft einzusetzen für andere Menschen.“ Mit seinem Dank verband er den Aufruf, auch weiterhin zu spenden für die Opfer, die in den Fluten alles verloren haben.“ Er erinnerte nicht nur an das Sparschwein, das Theresa Gördes von Lügde Marketing bereithielt, sondern hoffte auch noch auf einige Spenden an die Kontonummer: DE34 4765 0130 0000 9219 99 des Feuerwehrfördervereins unter dem Stichwort: Spende Hochwasser 2021. „Darauf hoffen wir auch“, erklärte auch Christoph Gömann, Sänger und Gitarrist der Band. „Und dafür verzichten wir sehr gerne auf unsere Gage.“ Wie viel Geld an diesem Abend zusammengekommen ist, zeigt sich Montag, wenn das Sparschwein zur (Schlacht-) Bank geführt wird.

Ohne Schirm ging an diesem Konzert-Abend nichts. Als Fotomotiv waren sie mit der Lichtshow super. Foto: YT


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