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Projekt in Elbrinxen nimmt Gestalt an

300 Bäume für Generationswald

ELBRINXEN. Bereits 300 Elbrinxer unterstützen mit 10 Euro den Kauf von Bäumen für das Projekt Generationswald.

veröffentlicht am 11.12.2021 um 15:00 Uhr

11. Dezember 2021 15:00 Uhr

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ELBRINXEN. Bereits 300 Elbrinxer unterstützen mit 10 Euro den Kauf von Bäumen für das Projekt Generationswald.

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Nähert man sich dem Waldstück, das etwas versteckt dicht hinter dem Elbrinxener Schwimmbad liegt, knattert einem an diesem Freitagnachmittag zunächst Motorengeräusch entgegen. Dann kommen Stimmen und Rufen hinzu und das Rätsel löst sich mit Blick auf eine wuselige Menschenansammlung auf. Immer mehr drängen sich bei herrlichem Sonnenschein um einen Pavillon, um sich registrieren zu lassen sowie einen Baum und einen Stecken mit einem Namensschild in die Hand gedrückt zu bekommen.

Dann geht es, Kind auf dem Arm, Spaten, Stecken und Baum in der Hand, hurtig auf die offene Waldfläche auf der Suche nach einem vorgebohrten Erdloch, das zuvor mit dem motorisierten Erdbohrer zur Aufnahme des Bäumchens vorbereitet worden ist. Da geht es nur noch darum, einen individuellen Standort zu finden, den Baum in das Pflanzloch gesteckt, Erde angehäufelt, Stab daneben und schließlich den Baum mit einem Band an den Stab zu binden.

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„Heute und morgen ist hier auf diesem Waldstück Bäumepflanzen angesagt. Wir sind froh darüber, dass wir endlich starten können und sich bereits jetzt schon rund 300 Elbrinxener gefunden haben, die für 10 Euro einen Baum für sich oder einen Angehörigen erworben haben und den sie nun gemeinsam mit anderen Elbrinxenern in dieser Aktion in die Erde bringen wollen“, sagt Wolfgang Siefert, Ortsbürgermeister und einer der Ideengeber für dieses vom Heimatbund prämierten Projekts.

Ursprünglich sollten Eltern oder Großeltern neu geborener Elbrinxener auf diesem Gelände einen Baum pflanzen können. Doch dann sei es ein Selbstläufer geworden. „Jetzt sind sogar weit entfernt wohnende Enkelkinder an diesem Wochenende in unser Dorf zurückgekehrt, um gemeinsam mit der Familie oder den Großeltern einen Baum zu pflanzen“, strahlt Katrin Buhr, Ideenbegleiterin von der Stadtverwaltung. Dass sich das Projekt so hervorragend entwickelte, verdanken die Initiatoren nicht nur dem begeisterten Zuspruch der Dorfbewohner, sondern auch der Umweltstiftung Lippe „Lippeimpuls“ und Westfalen Weser für deren Sponsoring sowie Euwatec, die tatkräftig mit Hand anlegten.

Nach Vorstellung der Initiatoren soll der Zukunftswald sich zu einem gemeinsamen Treffpunkt für Eltern und Kinder entwickeln, an dem man „seinen“ Baum sieht und sagen kann: „Hier wächst mein Baum, so wie ich wachse.“ Beraten von Förster Dietmar Blum kommen auf diesem Gelände Stieleichen in die Erde, da sie für dieses bachnahe Feuchtgelände bestens geeignet sind. Wege, die durch das verstrauchte Gelände führen, sind deutlich erkennbar angelegt. Demnächst sollen Bänke mit schön gestalteten Märchenbildern und Mythen hinzukommen.

„Wir sind ja Teil der Märchenstraße und haben nahe dem Freibad schon mit Hase und Igel angefangen. Das setzt sich dann fort, damit es eben ein märchenhafter Generationenwald wird“, ergänzt Bürgermeister Torben Blome. Gemeinsam mit Katrin Buhr, Ortsbürgermeister Siefert und Förster Blum setzt er sodann fachgerecht die erste Eiche. An dem Stecken prangt ein kleines Holzschild mit der Aufschrift ‚Elmering‘. „Das ist nicht der Name seiner Tochter, sondern aus dem alten Dorfnamen abgeleitet“, schmunzelt Blome. Elbrinxen soll früher nämlich Elmeringhusen genannt worden sein. „So erhält der Wald auch einen Bezug zur Elbrinxener Historie.“



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