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Im Wahlprogramm hat der Klimaschutz einen wesentlichen Stellenwert

Grüne wollen Stadt klimaneutral machen

BAD PYRMONT.Dass den Grünen Natur- und Umweltschutz und damit auch Klimaschutz sehr wichtig ist, liegt auch in den Genen der Partei begründet. Der Ortsverband Bad Pyrmont macht da keine Ausnahme, wie ein Blick in das Wahlprogramm zeigt.

veröffentlicht am 31.08.2021 um 11:00 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

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Freier Mitarbeiter zur Autorenseite

„Wir haben zu allen Themen Forderungen, aber Klimaschutz ist für uns ganz wesentlich, denn die Zeit drängt“, betont Ute Michel vom Vorstand des Ortsverbandes „Bündnis 90/Die Grünen“. Konkret wollen sich die Grünen im neuen Rat dafür einsetzen, dass die Stadt bis 2035 klimaneutral wird. „Gewisse Vorarbeiten gibt es ja schon, zum Beispiel eine umfassende Analyse zum Energieverbrauch von 38 städtischen Liegenschaften, aber bislang ist zu wenig passiert“, stellt sie fest. Und da dies auch an der knappen Personaldecke der Stadtverwaltung liege, soll nach Vorstellungen der Grünen eine zusätzliche Stelle im Rathaus zur Umsetzung der Klimaziele geschaffen werden. Die Forderungsliste der Grünen zur Kommunalwahl ist lang und auch detailliert. Eine Baumschutzsatzung steht darauf, obwohl die Grünen genau deswegen bei der Wahl vor fünf Jahren Federn gelassen hatten. Ein Grünordnungsplan findet sich ebenso wie eine Hundewiese, auf der sich die Vierbeiner auch während der Brut- und Setzzeit frei bewegen können, und bei neuen Mülleimern sollen Modelle mit Aschenbecher bevorzugt werden. „Schottergärten“ dagegen soll es nicht mehr geben. Dafür aber eine Stabsstelle für Öffentlichkeitsarbeit, auch um Bürger mehr in Entscheidungsprozesse einzubinden, wie den für das umstrittene Feuerwehrhaus am Gondelteich. Es geht den Grünen hauptsächlich um die großen Themen, die Bad Pyrmont bewegen. Um den Erhalt des Konzerthauses als Veranstaltungsort zum Beispiel. Vom Kurtheater ist keine Rede. „Beides – Konzerthaus und Kurtheater – kann sich die Stadt nicht leisten“, erklärt Michel den Grund. Darum wolle man sich auf das Konzerthaus konzentrieren. Leistungsfähige Hotels sind für Bad Pyrmont überlebenswichtig, doch es gebe viel zu viele kleine Häuser, die aber nicht in der Lage seien, einen ganzen Reisebus aufzunehmen, spricht sie ein anderes Thema an. „Mit allen Akteuren vor Ort werden wir die Umgestaltung von Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben erleichtern und voranbringen“, heißt es dazu in den Wahlaussagen.

Inklusion als Teilhabe für alle einschließlich Kindern und Jugendlichen unabhängig vom Geldbeutel ist ebenso eine der unabdingbaren Forderungen, wie die konsequente Weiterentwicklung der Stadtentwicklung. „Bei vielen Themen sind wir aber flexibel, zumal sie konsensfähig sind. Alles das, was wir aufgeschrieben haben, würden wir umsetzen, wenn wir im neuen Stadtrat 51 Prozent der Stimmen hätten“, erklärt Michel den theoretischen Ansatz. Da es dazu nicht kommen wird, wird es am Ende Verhandlungssache sein, grüne Vorstellungen in eine mögliche Ratsmehrheit einzubringen. Und das hängt vom Wahlergebnis ab. Die Grünen-Chefin rechnet mit vier bis sechs Sitzen, gegenwärtig hat die Partei nur zwei.



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