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Zahlen, Daten, Fakten

Zum Weltblutspendetag – alles rund ums Blut

Bereits seit 2004 wird alljährlich am 14. Juni der Weltblutspendetag begangen. Dieses Datum wurde gewählt, weil Karl Landsteiner, der Entdecker der Blutgruppen, am 14. Juni 1868 geboren worden ist. Viele weitere spannende Zahlen und Fakten rund ums Blut, haben wir hier zusammengestellt.

veröffentlicht am 14.06.2019 um 07:00 Uhr

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Blut hat vielfältige Aufgaben und Funktionen

  • Versorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen
  • Bekämpfung von Krankheiten und Infektionen
  • Nachrichtensystem mit Hilfe von Hormonen (ergänzend zum Nervensystem)
  • Regulierung Körpertemperatur
  • Blut ist ständig in Bewegung: Angetrieben vom ununterbrochenen Pumpen des Herzens, sorgt das Herz-Kreislauf-System dafür, dass der gesamte Organismus stets gut versorgt ist.
  • Bei den Blutgefäßen unterscheidet man zwischen Arterien und Venen: Blutgefäße, die vom Herzen wegführen, werden als Arterien bezeichnet (sauerstoffreich), Blutgefäße, die zum Herzen hinführen, werden als Venen bezeichnet (sauerstoffarm).
  • Ein erwachsener Mensch hat etwa 5 bis 6 Liter Blut, in Abhängigkeit von Größe, Gewicht und Körperbau, Jugendliche zirka 3,5 bis 4,5 Liter.

Weitere interessante Fakten zum Thema Blut

  • Die Länge aller Blutbahnen im Körper ergäbe hintereinandergelegt mehr als 50 000 Kilometer. Damit würden die Blutgefäße eines Menschen mehr als einmal um die Erde reichen. Pro Minute pumpt das Herz rund 4 bis 5 Liter Blut durch den Körper.
  • Gemessen an einer Herzschlag-Frequenz von rund 70 Schlägen pro Minute (Ruhepuls), ergeben sich daraus etwa 7500 Liter pro Tag. Pro Jahr sind das 2,7 Millionen Liter Blut. Kurzum: das Herz ist ein mächtiger Muskel!
  • Wenn Teile des Herzmuskels (Myokard) nicht mehr richtig versorgt werden und demzufolge ausfallen, spricht man von einem Herzinfarkt (Myokardinfarkt).
  • Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) leben zirka 120 Tage (zirka 4 Monate). Danach werden sie in der Milz (und in der Leber) als Bilirubin (gelblicher Gallenfarbstoff) abgebaut und ausgeschieden. Darum ist Harn gelblich und Stuhl bräunlich. Da fast jeder 7. Notfallpatient so viel Blut verliert, dass sie oder er Fremdblut benötigt, ist es sehr wichtig, dass viele Menschen Blut spenden. Eine Blutspende kann normalerweise höchstens 42 Tage gelagert werden.
  • Auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen befinden sich bestimmte Antigene. Dadurch lässt sich Blut in Blutgruppen einteilen. Am bekanntesten ist das AB0-System, wichtig ist zudem das sogenannte Rhesus-System.
  • Die Blutplättchen (Thrombozyten) sind für die Blutgerinnung zuständig. Sie sorgen so dafür, dass das Blut bei Verletzungen nicht komplett ausläuft.
  • Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) sind die Abwehrzellen. Sie sorgen dafür, dass Fremdkörper und Angreifer (Bakterien, Viren, Pilzsporen etc.) bekämpft werden.
  • Die Blutzellen machen zirka 45 Prozent des Blutes aus, die im Blutplasma (zirka 55 Prozent) schwimmen.
  • Im Blutplasma sind sehr viele weitere Substanzen enthalten (Proteine, Enzyme, Zucker, Fette, Vitamine, Hormone, Ionen, etc.). Diese lassen sich messen und analysieren. Die Bestimmung der Blutwerte ist in der Medizin sehr wichtig.
  • Das Blutplasma ohne die sog. Gerinnungsfaktoren nennt man Blutserum.
  • Der lateinische Name für Blut lautet sanguis, der griechische Begriff ist „Haima“ (Abkürzung Hämo...). Davon sind viele Fachbegriffe abgeleitet, zum Beispiel: Hämatologie (die Wissenschaft vom Blut), Hämatopoese (Bildung der Blutzellen), Hämoglobin.
  • In der deutschen Bevölkerung sind die Blutgruppen folgendermaßen verteilt:
    • Blutgruppe A: 43 Prozent
    • Blutgruppe 0: 41 Prozent
    • Blutgruppe B: 11 Prozent
    • Blutgruppe AB: 5 Prozent
  • Entsprechend groß ist auch der Bedarf an Blutspenden dieser Gruppen, denn unter den Patienten finden sich natürlich diese Anteile ebenso wieder.

Blut spenden

Im medizinischen Alltag wird sehr häufig Blut benötigt. Dafür gibt es entsprechende Blut-Reserven in Krankenhäusern und Kliniken. Diese müssen regelmäßig mit frischem Blut aufgefüllt werden. Es ist daher wichtig, dass möglichst viele Menschen Blut spenden. Da Blut relativ schnell und effektiv neu gebildet werden kann, entsteht dadurch kein Schaden. Jedes Jahr am 14. Juni wird der Weltblutspendetag gefeiert – auch um die Menschen daran zu erinnern, Blut zu spenden. An dem Tag wurde der Entdecker der Blutgruppen, Karl Landsteiner, (1868–1943), geboren.

Freiwillige und kostenlose Blutspenden sind für die medizinische Versorgung, insbesondere bei Unfallopfern, von entscheidender Bedeutung. Der Weltblutspendetag wurde im Jahr 2004 erstmals begangen. Vier große internationale Einrichtungen haben den Tag ausgerufen:

  • die Weltgesundheitsorganisation (WHO)
  • die Internationale Organisation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK)
  • die Internationale Gesellschaft für Transfusionsmedizin (ISBT)
  • die Internationale Föderation der Blutspendeorganisationen (FIODS)

Wie läuft eine Blutspende ab?

1. Der Spender nennt Namen und Adresse und bringt ein gültiges Personaldokument mit. Mehrfachspender weisen sich bitte mit folgenden Dokumenten aus: Unfallhilfe- und Blutspenderpass, ein amtliches Personaldokument mit Lichtbild und Unterschrift (zum Beispiel Personalausweis, Reisepass, Führerschein). Erstspender weisen sich mit folgendem Dokument aus: Gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild und Unterschrift (zum Beispiel Personalausweis, Reisepass, Führerschein).

2. Ausfüllen des Fragebogens

3. Messung von Blutfarbstoff und Körpertemperatur

4. Ärztliche Untersuchung

5. Vertraulicher Selbstausschluss und Materialausgabe

6. Blutspende

7. Ruhe

8. Imbiss

Wie viele Kalorien verliert man beim Blutspenden?

Mit jeder Blutspende verliert der Blutspender zirka 2000 bis 3000 Kalorien.

Wer darf Blutspenden?

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch ab einem Alter von 18 Jahren. Mehrfachspender dürfen generell bis zu einem Alter von 68 Jahren (bis zum 69. Geburtstag) Blut spenden.



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