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Was es für Unterschiede gibt

Wolken-Kunde: Von Schäfchen-, Schleier- und anderen Wolken

Wolken können imposant sein, sie regen die Fantasie an, können aber auch furchterregend wirken. Sie bestimmen das Wettergeschehen mit; und ihre Form gibt uns Auskunft darüber wie das Wetter wird. Regnet es gleich, bleibt’s bedeckt oder bleibt es schön? Doch welche Wolkenart kündigt welches Wetter an? Unsere Autorin hat nachgefragt.

veröffentlicht am 02.06.2017 um 16:36 Uhr
aktualisiert am 02.06.2017 um 17:10 Uhr

Wolken verraten viel darüber, wie das Wetter wird. Foto: pixabay

Autor:

Sophie Sommer
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Schäfchen, Federn oder Schleier – Wolken können in den unterschiedlichsten Formen auftreten. Das sei abhängig von der jeweiligen Wetterlage, sagt Hobby-Meteorologe Sebastian Rode aus Hehlen.

Wolken bilden sich, wenn die Luft keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen könne. Dabei spiele das Wetter eine wichtige Rolle: „Je nach Temperatur kann Luft unterschiedlich viel Feuchtigkeit aufnehmen. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit speichern als kalte“, sagt Rode. Wenn die Luft keine Flüssigkeit mehr aufnehmen kann, entstehe überschüssiger Wasserdampf. Dieser entwickle sich zu winzigen Wassertröpfchen oder Eiskristallen – und werde damit für uns sichtbar.

Wolken können in unterschiedlichen Höhenlagen entstehen, man spreche von den „vier Wolkenfamilien.“ So gebe es Wolken, die in hohen, mittelhohen oder tiefen Höhen auftreten und Wolken, die sich über den ganzen Himmel ausbreiten.

Von den Wolken sei nicht nur abhängig, ob es bald regnet. Ihr Einfluss auf das Klima sei groß, da sie es entweder wärmen oder kühlen könnten. Bei Nacht haben sie eine wärmende Wirkung: „Wenn ich beispielsweise eine sternenklare erste Nachthälfte habe, sinken die Temperaturen rasant. Ziehen dann Wolken auf, steigen die Temperaturen im Laufe der Nacht wieder an, weil die Wolken wie eine Decke wirken“, sagt Rode. Tagsüber kühlen die Wolken das Klima, da sie sich vor die Sonne schieben und damit weniger Sonnenstrahlen durchlassen.

Altostratus

Altostrati sind bläuliche bis graue Wolken. Sie können sich auf einen Bereich von mehreren hundert Kilometern ausdehnen und so dicht werden, dass man die Sonne nur noch verschwommen oder gar nicht mehr sieht. Die graue Wolkendecke verspricht heftige Regen- oder Schneefälle. (Foto: wikimedia)




Cirrostratus oder Schleierwolken

Die langgezogenen Wolken legen sich wie ein weißer Schleier vor die Sonne. Spätestens 36 Stunden nach ihrer Entstehung bringen sie Regen. Wenn Schleierwolken den Himmel bedecken, kommt es oft zu Haloerscheinungen. Das sind farbige oder weiße Lichtkreise, -bögen oder –flecken. Sie entstehen, weil sich das Licht an den Eiskristallen der Wolken spiegelt und bricht.  (Foto: wikimedia)




Cumulonimbus

Cumulonimbusse sind klassische Gewitterwolken. Die großen Wolkentürme, die wie Berge aussehen, werden bis zu zehn Kilometer hoch und enthalten sehr viel Wasser. (Foto: wikimedia)





Stratocumulus

Stratocumuli sind weit ausgedehnte, Schichtwolken mit dunklen Flecken. Sie bestehen aus Regentropfen oder Schneekristallen. Gerade im Winter zeigen sie eine Wetterbesserung an.  (Foto: wikimedia)





Cirrus oder Federwolken

Die dünnen, faserigen Wolken bestehen aus Eiskristallen. Die Wolken sehen aus wie Federn, da sie vom Wind zerrissen werden. Wer Federwolken am Himmel sieht, muss keine Angst vor Regen haben, denn der Niederschlag bleibt meistens aus. Die Wolken lassen viel Sonennlicht durch.  (Foto: wikimedia)




Altocumulus oder Schäfchenwolken

Altocumuli bestehen aus kleinen Wassertropfen. Wenn sie am Himmel stehen, gibt es keine Wetterveränderung. Bilden sich aber kleine Türme, wird es schon bald regnen.  (Foto: wikimedia)




Stratus

Stratuswolken sind die Vorboten für schlechtes Wetter. Die durchgängige graue Wolkenschicht enthält viel Wasser und verspricht daher Sprühregen oder feinen Schnee. Die Strati spenden aber auch Schatten und kühlen das Klima. (Foto: Wal)



Cumulus

Die dichten Wasserwolken haben eindeutige Grenzen. Deshalb kann man mit etwas Fantasie Figuren erkennen. Wenn sich die Wolken mittags bilden und abends wieder auflösen, bleibt es schön Aber: Entstehen die Wolken morgens oder abends, wird das Wetter bald schlechter. (Foto: Dana)


Cirrocumulus

Cirrocumuli sind kleine weiße Eiskristallwolken. Sie können am Himmel entweder gleichmäßig verteilt sein oder sie sehen aus wie feine Schäfchenwolken. Man darf sich aber nicht von der Größe täuschen lassen: Cirrocumuli verursachen kräftige Gewitter. (Foto: wikimedia)




Nimbostratus
Die grauen Schnee- oder Regenwolkennehmen meist den ganzen Horizont ein. Sie sind besonders dicht und dunkel und lassen so kaum Sonnenlicht durch. Der Niederschlag hält bei diesen Wolken sehr lange an. (Foto: wikimedia)


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