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Schmetterlinge sind beliebt – so erkennt man die häufigsten Arten

Was flattert denn da?

Was wäre ein Sommer ohne Schmetterlinge? Elegant fliegen sie von Blüte zu Blüte und bereichern jeden Garten mit ihrer Farbenpracht. 3700 verschiedene Arten gibt es in Deutschland. Allerdings kann man nur fünf Prozent auch am Tag beobachten, erklärt der Insektenkundler Werner Schulze. So bestimmt man die sieben häufigsten Schmetterlinge:

veröffentlicht am 28.08.2017 um 13:34 Uhr

Foto: pixabay (cc)

Autor:

Pauline Sickmann
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Nur ein kleiner Teil der Schmetterlinge gehört zu den Tagfaltern. Mit einer Vielfalt an heimischen Pflanzen kann man sie ganz leicht in den eigenen Garten locken, sagt Ulrike Heise vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Besonders häufig sind das Schachbrett oder das Kleine Wiesenvögelchen anzutreffen. Aber wie sehen die eigentlich aus?





Großes Ochsenauge

Das Große Ochsenauge kann man von Juni bis September auf trockenen bis leicht feuchten Wiesen beobachten – auch im Garten. Es fliegt auf eine Vielzahl von Blüten und bevorzugt violett blühende Arten wie Kratzdisteln, Sommerflieder, Thymian und andere. Den hellgrünen und feinbehaarten Raupen bieten mehrere Gräser Nahrung. Die Falter fliegen jährlich in zwei Generationen: Die der ersten fliegen von Juni bis August, die der zweiten Generation von August bis Oktober.







Schachbrett

Das Schachbrett sieht man nur wenige Wochen im Sommer, sagt Schmetterlings-Expertin Elisabeth Kühn vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ). . Dafür ist dieser Falter aber sehr auffällig: Eben wie ein Schachbrett sieht er aus, schwarz-weiß gemustert. Zu sehen ist er vor allem auf Halbtrockenrasen und mageren Wiesen und Weiden, aber auch am Wegesrand und auf brachliegenden Flächen. Der Falter saugt zum Beispiel oft an Flockenblumen und Kratzdisteln. Die Raupe ist grau-braun oder grün und hat deutliche Seitenstreifen. Sie ernährt sich von Gräsern.











Kleines Wiesenvögelchen

Der kleine Falter hat eine ocker-orangefarbene Flügeloberseite mit kaum sichtbaren Augenflecken und einem gräulichen Rand. Die Unterseiten der Hinterflügel sind unscheinbar gräulich, die der oberen Flügel dagegen kräftig orange mit einem Augenfleck nahe der Flügelspitzen. Das Kleine Wiesenvögelchen lebt von Mai bis Oktober auf offenen und niedrig bewachsenen Flächen – beispielsweise am Rande eines unbefestigten Weges. Es nutzt unter anderem Thymian, Sommerflieder sowie Heidekraut als Nektarquelle. Die Raupe ist grün und hat dunkle Rückenstreifen. Sie ernährt sich von Gras-Arten wie Wiesenrispengras und dem Weißen Straußgras.










Kleiner Fuchs

Der Kleine Fuchs ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter. Die Flügeloberseiten haben eine orangene Grundfärbung, während der Flügelansatz dunkelbraun ist. Am Vorderrand der Vorderflügel hat der Kleine Fuchs ein schwarz, gelb und weißes Fleckmuster und dicht am dunkelbraunen Flügelaußenrand beider Flügelpaare einen blauen Fleckensaum, der dunkel umfasst ist. Die Raupen sind schwarz, fein weiß-gefleckt mit zwei unterbrochenen, gelben Seitenlinien. Zudem tragen sie Stacheln auf dem Rücken und an den Seiten. Sie ernähren sich fast ausschließlich von der Großen Brennnessel.





Kleiner Kohl-Weißling

Zu den Weißlingen gehören mehrere Schmetterlingsarten, die sich einander sehr ähnlich sind, erklärt Schmetterlings-Expertin Elisabeth Kühn. „Zu den beiden häufigsten Arten zählen der Kleine Kohl-Weißling und der Grünader-Weißling. Diese werden häufig miteinander verwechselt.“ Der Kleine Kohlweißling hat weiße Flügel mit dunkelgrauen Rändern. Männchen haben zusätzlich einen und Weibchen zwei kleine dunkle Flecken auf der Vorderflügeloberseite. Der Kleine Kohlweißling fliegt von März bis November überall dort, wo seine Futterpflanzen zu finden sind: Sommerflieder, Acker-Kratzdistel und Dost, seine Raupe ernährt sich von – wie der Name sagt – Kohl.






Tagpfauenauge

Ihn würden wohl die meisten auf Anhieb erkennen. Der Schmetterling hat auffällige Kreise auf seinen braunroten Flügeln, die an Augen erinnern. Diese Flecken nutzt der Schmetterling als Schutz gegen Fressfeinde. Dem Feind wird so vorgegaukelt, ein großes Tier blicke ihn an. Zu sehen sind Tagpfauenaugen vor allem in lichten Wäldern mit viel Sonnenlicht, aber auch in Parks und Gärten. Am liebsten fressen die Tiere Nektar aus violetten Blüten, vor allem Disteln, Blaukissen, Sommerflieder, Dahlien oder Thymian.







Hauhechel-Bläuling

Der Hauhechel-Bläuling ist die häufigste Bläulingsart und, wie der Name es vermuten lässt, leuchtend blau. An den Rändern sind die Flügel schwarz-weiß eingefasst. Der Falter lebt in allen offenen Naturräumen, also sowohl auf Äckern, als auch auf Wiesen und ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober zu sehen. Der Hauhechel-Bläuling ernährt sich vom Nektar des Thymians, des Dosts und verschiedener Kleearten.



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