weather-image
18°
Informationen für den Landkreis Hameln-Pyrmont

Wann fällt die Schule aus? - Fragen und Antworten

Vor allem im Winter taucht bei Eltern, aber ganz besonders bei Schülern immer wieder die Frage auf: Fällt denn morgen der Unterricht aus? Wer das entscheidet, bis wann die Entscheidung gewöhnlich getroffen wird und wie man vom Schulausfall erfährt, lesen Sie hier im Überblick.

veröffentlicht am 01.03.2018 um 13:33 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 20:30 Uhr

Schulausfall Symbolbild  final
Wer entscheidet, dass die Schule ausfällt?

Grundsätzlich treffen die Landkreise (und kreisfreien Städte) die Entscheidung darüber, ob angesichts besonderer Witterungsverhältnisse die Schülerbeförderung nicht mehr durchführbar und / oder die Zurücklegung des Schulweges eine besondere Gefährlichkeit darstellt und wegen der Gefahrensituation der Unterrichtsausfall anzuordnen ist.

Die Entscheidung trifft grundsätzlich der Hauptverwaltungsbeamte – also der Landrat. Beim Landkreis Hameln-Pyrmont ist die Entscheidung delegiert auf die Dezernatsleitung des für Schulen zuständigen Dezernates Jugend/Bildung bzw. eine Vertreterin oder einen Vertreter. Grundlage der Entscheidung bildet eine Lagebeurteilung durch die Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst – KRL Weserbergland – , ob der Schulweg durch die Witterungsverhältnisse eine besondere Gefährlichkeit darstellt und/oder ob die Schülerbeförderung durchführbar sein wird.

Für die Lagebeurteilung relevant sind im Wesentlichen die Informationen von

  • der Polizeidienststelle in der KRL (Polizeireviere, Streifenwagenbesatzungen)
  • den Straßenmeistereien des Straßenbauamtes (Straßenwärter)
  • den Fahrdienstleitungen der Nahverkehrsbetriebe (Fahrer)
  • den Städten und Gemeinden (Bauhöfe usw.)

Grundsätzlich wird in jedem Einzelfall entschieden, ob der Unterrichtsausfall für alle Schulformen, für das gesamte Kreisgebiet oder nur auf einzelne Bereiche/Schulen beschränkt werden kann.

 

Aus welchen Gründen kann die Schule ausfallen?

Neben Schulausfällen wegen schlechter Witterung kommen natürlich insbesondere auch der Ausfall von Heizungsanlagen, Wasserschäden, Brände etc. in Betracht. In letzteren Fällen entscheidet grundsätzlich der Schulträger über den Schulausfall.
Neben dem Schulträger ist auch die Schulleitung berechtigt, Unterrichtsausfall anzuordnen, sofern infolge der Schäden am Gebäude oder der Einrichtung der Unterricht nicht unter zumutbaren Bedingungen durchgeführt werden kann. Auch wenn der Landkreis keinen flächendeckenden Unterrichtsausfall angeordnet hat , kann die Schulleitung, wenn während der Unterrichtszeit örtlich extreme Witterungsverhältnisse auftreten (sollen) und sie daher eine Gefährdung der Schülerinnen und Schüler auf dem Heimweg erwartet, den Unterricht vorzeitig beenden.

 

Wann wird (spätestens) bekannt gegeben, dass die Schule ausfällt?
Wo können sich Schüler und Eltern über Schulausfälle informieren?

Unmittelbar nach der Anordnung des Unterrichtsausfalls wird dies auch bekannt gegeben. Das ist bei bereits eingetretenen oder sicher vorhersehbaren witterungsbedingten Beeinträchtigungen spätestens gegen 5.30 Uhr.
Dann werden die Rundfunksender benachrichtigt, die die Information zusammen mit den Verkehrshinweisen nach den Nachrichten senden. Weiterhin informiert die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen in der Rubrik „Schulausfälle Niedersachsen“. Die Entscheidung wird auch auf der  Homepage des Landkreises und der  Facebook-Seite des Landkreises bekanntgemacht. Darüber hinaus geht die Information an die Printmedien, die sie zum Teil über ihre Onlineredaktionen bereits auf ihren Internetseiten mit aufnehmen.

Später, beispielsweise während der Unterrichtszeiten  angeordnete Unterrichtsausfälle, werden soweit notwendig ebenfalls auf der Homepage und der Facebook-Seite des Landkreise bekannt gegeben. Inwieweit eine weitere Verbreitung dieser Information notwendig ist, wird im Einzelfall entschieden.

 

Was ist mit Schülern, die nicht zuhause bleiben können oder zu spät vom Ausfall erfahren und in die Schule kommen? Gibt es ein Betreuungsangebot?

Jede Schule ist auch bei Unterrichtsausfall geöffnet. Die Betreuung in den Schulen ist auch bei witterungsbedingten Schulausfällen gewährleistet, da angeordneter Schulausfall nicht für Lehrerinnen und Lehrer gilt. Die Betreuung der Kinder ist natürlich auch in solchen Fällen sichergestellt, in denen aufgrund extremer Witterungsverhältnisse, die erst während des laufenden Unterrichts eintreten, ein vorzeitiges Schulende durch den Schulleiter angeordnet wird.

 

Sonstiges: 

Auch wenn der Landkreis zu dem Ergebnis kommen, dass ein Ausfall der Schule nicht angezeigt ist, können Erziehungsberechtigte, die eine unzumutbare Gefährdung ihrer Kinder auf dem Schulweg durch extreme Witterungsverhältnisse befürchten, ihre Kinder auch dann zu Hause behalten oder vorzeitig vom Unterricht abholen, wenn kein genereller Unterrichtsausfall angeordnet worden ist.

Lehrkräfte sind grundsätzlich verpflichtet, zum Dienst zu erscheinen, solange auch andere Berufstätige unter vergleichbaren Verhältnissen zu ihrer Arbeitsstätte kommen.

Alle Angaben stammen vom Landkreis Hameln-Pyrmont, der ebenfalls auf seiner Internetseite über das Thema Schulausfall informiert.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare