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Königin der Herzen

Vor 20 Jahren starb Diana: Im Lady-Di-Club-lebt sie weiter

HAMELN. Wenn es um die vor 20 Jahren gestorbene Diana Spencer geht, kommt die Hamelnerin Evelyn Marie Seidel ins Schwärmen. „Prinzessin Diana ist und bleibt eine Jahrhundert-Prinzessin“, sagt die Vorsitzende des einzigen Lady-Di- Clubs weltweit. Wir haben die 68-Jährige zuhause besucht und uns ihre Sammlung zeigen lassen.

veröffentlicht am 31.08.2017 um 07:00 Uhr
aktualisiert am 31.08.2017 um 08:33 Uhr

Das Lady-Di-Lieblingsbild von Evelyn Marie Seidel – sie sagt: „Hier höre ich fast ihr herzliches Lachen.“ Foto: neue post
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Autor

Robin Mai Reporter
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Ein Drama bewegt die Welt: Diana, populäre Ex-Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, verunglückt in einem Pariser Straßentunnel. Das war heute vor 20 Jahren. Auch zwei Jahrzehnte später wird noch getrauert.

Bis heute ist Lady Diana die am meisten fotografierte Frau der Welt. Auf Schritt und Tritt wurde die ehemalige Prinzessin Englands von Kamerateams verfolgt. Ständig saßen ihr Paparazzi im Nacken, um selbst intime Momente festzuhalten. Ihrem damaligen Geliebten Hasnat Khan war all der Trubel zu viel. Für einen Besuch im Buckingham Palace versteckte Diana den Herzchirurgen unter einer Decke im Kofferraum ihres Autos. Dadurch konnte sie ihn an all den Schaulustigen vorbei in den Palast schmuggeln.

„Das ist meine Lieblings-Lady-Di-Geschichte“, sagt die Hamelnerin Evelyn Marie Seidel. Die 68-jährige ist Vorsitzende des einzigen Lady-Di- Clubs weltweit. In ihrer Wohnung scheint es kein einziges Fleckchen zu geben, das nicht an die verstorbene Prinzessin oder das britische Königreich erinnern würde: Ihren Flur schmücken unzählige Diana-Fotos, sogar ein lebensgroßer Aufsteller der Engländerin steht an der Wand. Überall hängen Hüte im Stile des Königshauses, insgesamt 40 davon besitzt Seidel. Stündlich läutet ein kleiner Big Ben in ihrem Wohnzimmer.

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Volle Schränke: Hier bewahrt Evelyn Marie Seidel alle möglichen Erinnerungsstücke an Prinzessin Diana auf. Foto: mai

„Prinzessin Diana ist und bleibt eine Jahrhundert-Prinzessin“, urteilt Seidel. Ganz anders als andere Royals habe Lady Di einen ebenbürtigen Umgang mit ihren Mitmenschen gepflegt. Bei Begrüßungen habe sie nie von oben herab geschaut, sondern immer den Augenkontakt gesucht. So kam es auch, dass die Prinzessin 1991 einem Aids-Kranken die bare Hand schüttelte. Damals sorgte diese Geste für Schlagzeilen auf der Welt.

Auch viele Jahre später scheint Diana in allen möglichen Medien allgegenwärtig zu sein. Der englische Fernsehsender BBC veröffentlichte jüngst eine Dokumentation über Diana und ihren Ex-Mann Prinz Charles. Demnach habe Charles seine damals zukünftige Ehefrau bei einem Grillfest mit Freunden kennengelernt. Den ganzen Abend sei ihr der Prinz wie ein kleiner Hund hinterhergelaufen.

Vier Jahre später heirateten die beiden und die Adelstochter Diana Frances Spencer wurde zu Prinzessin Diana. Ihre Hochzeitsfeier mussten die Verlobten aus Platzgründen von der Westminster Abbey in die St. Paul‘s Cathedral verlegen. Denn 3500 Menschen nahmen an der Zeremonie teil. Hunderte Millionen Zuschauer verfolgten das Event live im Fernsehen. Allerdings hielt das königliche Liebesglück nicht ewig und 1996 ließen sich Lady Di und Charles scheiden. „Charles ist ein Hampelmann“, findet der absolute Lady-Di-Fan Seidel. Und sagt: „Der Prinz ist nicht Manns genug, um Nein zu sagen.“ Während seiner Ehe sei dieser nämlich immer noch in seine heutige Ehefrau Camilla Rosemary Shand verliebt gewesen. Trotzdem habe Charles in die Ehe mit Diana eingewilligt, da ihm andere Familienmitglieder zu einer Ehe mit dieser geraten hätten, erzählt Seidel. „Diese ganze Geschichte ist Schicksal gewesen“, meint sie.

Sonst hätte auch sie selbst niemals die 14 anderen Mitglieder des Lady-Di-Clubs kennengelernt. Bis zu 14 Personen kommen jeden dritten Monat zusammen und sprechen über Neuigkeiten über Diana. Dazu gehören auch gemeinsame Reisen nach England. Außerdem beteiligt sich der Club an verschiedenen wohltätigen Aktionen wie einem Lese-Club im Hamelner Pfannkuchenhaus oder Besuchen in Kinderkrankenhäusern. Dadurch nehme man Bezug auf Prinzessin Diana, die zu ihren Lebzeiten häufig soziales Engagement gezeigt habe. Zum Beispiel setzte sie sich für Opfer von Landminen ein.

Durch ihre natürliche und volksnahe Art war Lady Di auch nach ihrer Scheidung von Prinz Charles bei vielen Menschen beliebt. Groß war der Schock, als die Engländerin vor 20 Jahren bei einem Autounfall in einem Pariser Tunnel starb. „Es gab viele Ungereimtheiten in dieser Nacht“, orakelt Seidel. Warum seien die Kameras im Tunnel an diesem Tag nicht eingeschaltet gewesen? Wieso sei die Prinzessin zwei Stunden im Krankenwagen gewesen, bevor sie ins nahegelegene Krankenhaus eingeliefert wurde? Seidel ist sich nicht sicher, ob sie an einen Unfall oder ein Komplott glauben soll: „Vielleicht will ja jemand Beteiligtes kurz vor seinem Tod sein Gewissen erleichtern und wir erfahren die Wahrheit.“

Kontakt: Der Lady-Di-Club ist unter der E-Mail-Adresse lady.di.club@googlemail.com zu erreichen.



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