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Vom Erfinden der Märchenbilder

Es bedeutete den Verlust des mündlichen Erzählens: Als am 20. Dezember 1812 die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zum ersten Mal in gedruckter Form erschienen, endete für diese Märchen die Jahrtausende alte Tradition der mündlichen Überlieferung. Die bis dahin in vielen Kulturen zumeist von Frauen erzählten Geschichten waren plötzlich in ihrer textlichen Gestalt und ihrem symbolischen Gehalt schriftlich fixiert. Das Medium einer leibhaftigen Erzählerin, die mitten zwischen ihren Zuhörern anwesend war und die das Märchengeschehen nach ihrer eigenen Mentalität nuancieren, aufgrund eigener Lebenserfahrung reflektieren oder für ihre individuelle Zuhörerschaft kommentieren konnte, entfiel und der Leser war mit dem Text und dessen Symbolik allein gelassen.

veröffentlicht am 19.12.2012 um 00:00 Uhr

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Autor:

Hans Witte


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