weather-image
13°

Stärkster Orkan seit elf Jahren

So wütete „Friederike“ vor einem Jahr im Weserbergland

WESERBERGLAND. Ein Jahr ist es her, als das Orkantief „Friederike“ das Weserbergland am 18. Januar in den Mittagsstunden mit voller Wucht traf und bis in die Abendstunden andauerte. „Friederike“ kam pünktlich zum elften Jahrestag von Jahrhundert-Orkan „Kyrill“ 2007.
Bäume stürzten vor einem Jahr auf Autos, Häuser, Straßen und Schienen. Die Spitzenböe erreichte eine Geschwindigkeit von 126 Kilometer pro Stunde. Menschen wurden verletzt.

veröffentlicht am 17.01.2019 um 10:21 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 19:06 Uhr

Die Wolken über der Innenstadt deuteten Böses an. Foto: Dana
Joachim Zieseniß

Autor

Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite

Straßen mussten gesperrt werden, die Bahn stellte den Zugverkehr bundesweit ein. Sowohl die Strecke Elze–Hameln–Löhne als auch Hannover–Soest waren blockiert. Auch bei Afferde, Behrensen und Coppenbrügge kippten Bäume ins Gleis. Die meisten Schäden konnten erst am kommenden Tag, an dem übrigens auch die Schulen geschlossen blieben, behoben werden.

Die Folgen des Sturms beim Windwurf von Bäumen waren wegen des durch den Regen aufgeweichten Bodens verheerend. Laut den Landesforsten hat der Sturm fast ausschließlich Fichten umgeworfen und in ganz Niedersachsen 950 000 Festmeter Sturmholz verursacht. Im Bereich des Forstamtes Oldendorf waren besonders die Gebiete südlich von Hameln, Schierholz und Wördeholz sowie die Revierförstereien Welsede und Grohnde sowie Ottenstein betroffen. In diesen Revieren hat das Orkantief teilweise ganze Flächen verwüstet. Weniger haben das Wesergebirge, der Süntel und Polle abbekommen.

Auf den Landeswaldflächen des Forstamtes Oldendorf fielen 30 000 Festmeter dem Sturm zum Opfer, in den Genossenschaftswäldern nochmals rund 50 000 Festmeter. Um das Holz nicht dem Borkenkäfer zu überlassen und um eine Übersättigung des Holzmarktes zu verhindern, liegt es derzeit teilweise in Folie eingeschweißt für Jahre eingelagert. Da örtliche Sägewerke immer noch an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen, wird Weserbergland-Sturmholz bis heute nach Österreich und Skandinavien exportiert.

11 Bilder


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt