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Meteorstrom im Oktober

„Orioniden“: Zahlreiche Sternschnuppen am Nachthimmel

Als einer der fünf aktivsten Meteorströme ziehen die „Orioniden“ den ganzen Oktober lang als Sternschnuppen über den Nachthimmel. Um den 21. Oktober herum ist dieses Himmels-Schauspiel besonders gut zu beobachten.

veröffentlicht am 20.10.2020 um 16:00 Uhr
aktualisiert am 20.10.2020 um 19:36 Uhr

In diesem Monat kehrt der Halleysche Komet an unseren Himmel zurück – allerdings nur in ganz kleinen Stücken, die ihre Leuchtspuren über das nächtliche Firmament ziehen. Der Meteorschauer scheint vom Sternbild Orion auszugehen, so dass die Sternschnuppen unter dem Namen „Orioniden“ bekannt sind. Prof. Thomas W. Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg verrät, wann dieses besondere himmlische Oktoberfest zu erleben ist.

Beste Bedingungen um fünf Uhr morgens

„Das ideale Beobachtungsfenster bietet sich uns in den Morgenstunden vom 19. bis zum 23. Oktober, wobei uns der Neumond bereits am 16. Oktober in die Karten spielt“, sagt Prof. Kraupe. „Es heißt früh aufstehen, denn die besten Bedingungen für Sternschnuppen bieten sich uns gegen fünf Uhr morgens – aber auch schon ab Mitternacht kann es sich lohnen. Außerdem sollten sich Sternfans einen dunklen Ort fern der ‚Lichtverschmutzung‘ der Städte suchen.“

 So entstehen die Orioniden

Bei den „Orioniden“ handelt es sich um einen jährlich wiederkehrenden Meteorschauer. Er entsteht, wenn die Erde am 21. Oktober bei ihrem Lauf um die Sonne die Bahn des Kometen Halley passiert. Von Anfang Oktober bis Anfang November prallen dabei winzige Staubpartikel, die der Komet verstreut hat, auf unsere Lufthülle und verglühen als leuchtender Schlauch aus ionisierter Luft.

„Die Leuchtspuren scheinen ihren Radianten im Sternbild Orion zu haben“, so Prof. Kraupe. „Diesem Ausstrahlungspunkt verdankt der Meteorschauer seinen Namen ‚Orioniden‘. Etwa 15 Sternschnuppen pro Stunde sind unter idealen Bedingungen zu erwarten.

Der Verursacher dieses Schauspiels, der Komet Halley selbst, wird sich aber leider erst wieder im Jahr 2061 in Erdnähe befinden.“



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