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„Ich bin wieder da – ich war niemals weg“

Der 19. April 2001, ein Donnerstag – es ist der Tag, an dem Fahrschullehrer Willi Schmidt beinahe gestorben wäre. Der damals 56-jährige Hamelner fühlt sich nicht gut. Er leidet an Brechreiz, sein linker Arm kribbelt. Am späten Nachmittag steigt er an der Kaiserstraße in seinen Fahrschulwagen. Neben ihm auf dem Fahrersitz hat bereits seine Schülerin Platz genommen. Für die 19-Jährige ist es erst die dritte Fahrstunde – sie wird in wenigen Minuten mit einem traumatischen Ereignis enden. Willi Schmidt verliert kurz vor dem Kreisel am Bahnhofsplatz das Bewusstsein. Der Ford Focus prallt gegen einen Schildermast. Aber das bekommt der Fahrlehrer schon nicht mehr mit. Sein Herz schlägt nicht mehr, seine Atmung hat ausgesetzt. Willi Schmidt ist klinisch tot. Jemand aus der Apotheke informiert den Centralen Krankentransport, der nur wenige Meter entfernt seine Wache hat. Der Lehrrettungsassistent Reinhold Klostermann und der Rettungssanitäter Thomas Niggemann eilen dem Leblosen zu Hilfe. Die Sanitäter erkennen sofort den Ernst der Lage, führen eine Herzdruckmassage durch, beatmen den Mann mit einem speziellen Notfallbeutel. Schmidts Herz flimmert, es pumpt kein Blut mehr durch seinen Körper, sodass die Organe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden. Auf dem EKG-Gerät sind Flimmerwellen zu sehen. Erste Elektroschocks führen nicht dazu, dass Schmidts Herz wieder anfängt, normal zu schlagen. Notarzt und Retter der Feuerwehr treffen ein. Gemeinsam versuchen die Männer, den klinisch Toten ins Leben zurückzuholen – minutenlang ohne Erfolg. Erst nach dem vierten starken Stromstoß springt das Herz des Schwerkranken wieder an. Kurz zuvor gespritzte Medikamente, die die Herztätigkeit anregen und den Blutdruck anheben, zeigen Wirkung.

veröffentlicht am 28.11.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 16:02 Uhr

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Ulrich Behmann

Autor

Ulrich Behmann Chefreporter zur Autorenseite


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