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Historische Handschriften

Bis heute gilt der Buchdruck als Epochengrenze zwischen Mittelalter und Neuzeit. Zuvor mussten alle Bücher und Dokumente per Hand geschrieben werden. Persönlichkeiten wie Martin Luther profitierten von der bequemen Methode des Buchdrucks. So konnte der Reformator seine Übersetzung der Bibel in Rekordzeit unters Volk bringen.

veröffentlicht am 02.08.2017 um 17:39 Uhr

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Auch das Stadtarchiv in der Pfortmühle birgt unzählige handgeschriebene Schriften. „Es ist die Aufgabe eines Archivs, alle möglichen Dokumente zu sammeln, die einen Rückschluss auf den damalig zeithistorischen Kontext ermöglichen“, erklärt die Stadtarchiv-Mitarbeiterin Silke Schulte.

Auch wenn viele Urkunden noch im guten Zustand sind, können sie längst nicht von jedem gelesen werden. Laut Schulte bräuchte selbst geschultes Personal einige Zeit, um niederdeutsche Texte zu entziffern.

Im Grunde befindet sich das Archiv direkt neben einer potenziellen Gefahrenquelle – nämlich der Weser. Im Jahr 1946 wurden einige Archivalien der Stadt Hameln durch ein Leine-Hochwasser zerstört. Die Archivalien waren nämlich zuvor wegen des Zweiten Weltkrieges von Hameln nach Hannover ausgelagert worden. Trotzdem werden die unleserlichen Dokumente weiterhin im Hamelner Stadtarchiv aufbewahrt.

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Die älteste Schrift des Stadtarchivs ist zwischen 1185 und 1206 entstanden. Auf ihr wird Hameln zum ersten Mal als Stadt bezeichnet. Ursprünglich handelt das Dokument von Bischof Detmar von Minden, der einen Zollstreit zwischen Hameln und Minden schlichtet. Foto: mai

Die älteste Schrift des Archivs handelt von Bischof Detmar von Minden, der einen Zollstreit zwischen Minden und Hameln schlichtet. Sie entstand zwischen 1185 und 1206. Außerdem ist sie das erste Dokument, auf dem Hameln als Stadt bezeichnet wird.



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