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Versicherung überprüft den Aberglauben

Freitag, der 13.: Ein Tag zum Fürchten?

Ein Freitag, der auf den 13. eines Monats fällt, gilt im Volksglauben gemeinhin als Unglückstag. Doch passieren an einem Freitag, den 13. wirklich mehr Unglücke oder Schadenereignisse? Ein Blick in die Statistik gibt Aufschluss.

veröffentlicht am 13.08.2021 um 13:00 Uhr

Die Zurich Gruppe Deutschland - eines der zehn größten Versicherungsunternehmen in Deutschland - hat die eigene Schaden-Statistik speziell unter diesem Aspekt ausgewertet, um dem Aberglauben mit Fakten zu begegnen.

Der Blick auf die Schadenzahlen aus der Sach- und Unfallversicherung sollte alle Abergläubischen beruhigen: Auch wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt, besteht in der statistischen Langzeitbetrachtung kein Anlass zur Sorge. „Generell muss niemand vor einem Freitag, den 13. Angst haben. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Die Zahl der Schadenfälle, die an einem Freitag, den 13. gemeldet wurden, liegen im langjährigen Mittel auf einem ähnlichen Niveau wie an allen anderen Freitagen“, erklärt Bernd O. Engelien, Sprecher der Zurich Gruppe Deutschland.

Die Versicherung hat auch die Zahlen vor der Corona-Pandemie angeschaut: „Am letzten „Unglückstag“ vor der Pandemie, am Freitag, den 13. März 2020, wurden sogar fünf Prozent weniger Schäden als an allen Freitagen im Vorjahr gemeldet. Von einem Schaden-Hoch kann also keine Rede sein.“

Auch im Lockdown kein Grund für Aberglaube

Auch unter Corona-Einfluss sieht man keinen Grund für Angst und Aberglauben. So liegt die Zahl der gemeldeten Schäden in dieser Phase insgesamt unter dem Durchschnittswert der Vorjahre. Der Freitag, der 13.11.2020, fiel zusätzlich in den November-Lockdown. Hier wurden sogar fast 15 Prozent weniger Schäden gemeldet als an einem durchschnittlichen Freitag im Jahr 2020.

Was an Freitagen schief gegangen ist

Auch wenn statistisch ein Freitag, der 13. nicht als schadenträchtiger als andere Freitage gilt, kommt es immer wieder zu Unglücken. Beispielsweise sank am Freitag, den 13. Januar 2012, das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio. Und am Freitag, den 13. Januar 2017, sorgte Sturmtief „Egon“ in Europa für ein untypisches Schadenhoch. Die Statistik wertet diese tragischen Ereignisse jedoch nur als Ausreißer. Die Allgemeingültigkeit des Aberglaubens können sie nicht belegen.

Zudem zeigt sich im langjährigen Mittel, dass an allen Freitagen, (die nicht auf einen 13. fallen), im Schnitt acht Prozent mehr Schäden gemeldet werden als an allen anderen Wochentagen.

Kein Unglück durch die Zahl 13

Auch die Zahl 13 an sich hat keinen negativen Einfluss auf die Schadenhäufigkeit an einem Datum. Durchschnittlich gingen an dem 13. eines Monats (ohne Freitage) im Schnitt etwa ähnlich viele Schäden wie an allen anderen Tagen ein.

Info: Der Fachbegriff für die Angst vor einem Freitag, dem 13., lautet Paraskavedekatriaphobie. Die Bezeichnung ist abgeleitet aus dem Griechischen: Paraskave = Freitag; Dekatria = 13; Phobie = Angst.



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