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Damit aus dem Outdoor-Cooking ein Genuss wird

Die 10 goldenen Grill-Tipps

WESERBERGLAND. So bringt Grillen noch mehr Freude! Unsere Tipps zum Marinieren, zu Grill-Geräten, gesundem Grill-Genuss, Grillhelfern, zum Anzünden, zur Glut, zu Steaks, Fisch, Bier und zu Gemüse vom Grill. Damit aus dem Outdoor-Cooking ein Genuss wird.

veröffentlicht am 21.05.2016 um 15:13 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:58 Uhr

Thomas Thimm

Autor

Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Der Grill

Der Holzkohlegrill ist der Klassiker. Es gibt ihn in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben, mit und ohne Deckel. Er ist ideal für das Grillen zu Hause, im Garten oder auf der Terrasse und vor allem für unterwegs. Kleine Holzkohlegrills lassen sich leicht mit in den Garten, auf die Wiese oder an die Weser nehmen.

  • Mit dem Gasgrill kann man sofort loslegen, er ist sauber und temperaturgenau. Für alle, die gern schnell und am liebsten zu Hause grillen, ist ein Gasgrill eine geeignete Alternative zum Grillen mit Holzkohle, die auch Qualm entwickeln kann.
  • Auf den Elektrogrill schwören ebenfalls viele, da er sich ebenfalls fürs schnelle Grillen eignet, ideal für die kleine Runde auf dem Balkon ist und sich leicht reinigen lässt.

Direktes und indirektes Grillen

Entscheidend für die Wahl der Kohlesorte und die Verteilung auf dem Grill ist die Art der Zubereitung der Speisen – direkt oder indirekt.

  • Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut im Gegensatz zum direkten Grillen nicht direkt über der Glut und wird dadurch keiner hohen Hitze ausgesetzt. Die Briketts werden dabei so angeordnet, dass sie am Rand des Grills liegen. Neben der richtigen Hitzezufuhr ist Zeit der wichtigste Faktor zur perfekten Zubereitung. Kurzgebratenes wie Hamburger, Steaks, Koteletts, Hähnchenbrust und Fischfilets grillt man am besten bei direkter Hitze. Größere Stücke wie Braten oder ganze Hähnchen grillt man bei indirekter Hitze, damit das Fleisch auch innen gut gar wird, ohne dass es außen verbrennt.
  • Um zwei Hitzezonen zu bekommen, verteilen Sie die Glut beispielsweise nur auf der einen Seite des Grillrosts – für die direkte Hitze. Die Seite ohne Glut lässt sich für indirektes Grillen oder zum kurzen Ablegen von fertig gegrilltem Fleisch nutzen.

Das Anzünden
Im Anzündkamin kann man Holzkohle und Briketts wunderbar für den Holzkohlegrill vorbereiten. In den Metallzylinder gibt man unten Anzündhilfe und oben die Kohle und Briketts hinein. Dann die Anzündhilfe anmachen und warten, bis die Kohlen und Briketts rundherum mit einer feinen Ascheschicht bedeckt sind – dann haben sie die ideale Temperatur erreicht und können im Grill verteilt werden. Das Tolle: Die Hitze verteilt sich gleichmäßig. Glüht die Kohle, schütten Sie sie auf den Grill und zünden bei Bedarf zwischendurch weitere Kohle im Anzündkamin an.

 

Das Würzen
Jedes Grillgericht unterscheidet sich in seiner Zubereitung und Gardauer. Würzen sollte man Fleisch, Fisch und Gemüse erst nach dem Garen auf dem Grill, da sonst Kräuter verbrennen können und Bitterstoffe abgeben.

  • Beim Marinieren gilt es, hitzestabile Öle mit einer geringen Anzahl gesättigter Fettsäuren zu verwenden, die hohen Temperaturen standhalten und nicht verbrennen. Eine würzige Marinade aus hitzebeständigem Öl, Essig, Kräutern und Gewürzen verleiht Steaks, Koteletts, Hähnchenfilet und Gemüse ein tolles Aroma und macht das Fleisch zart. Legen Sie das Grillgut Stunden vor dem Grillen in die salzfreie Marinade und bewahren Sie es in einem geschlossenen Behälter im Kühlschrank auf.
  • An der Innentemperatur lässt sich ablesen, ob ein Fleischstück durch ist. Ein Grill-Thermometer hilft, die Temperatur zu bestimmen.

Die Kohle
Die Auswahl der richtigen Kohle ist von vielen Faktoren und oftmals von persönlichen Vorlieben und Überzeugungen abhängig. Holzkohle und Grillbriketts unterscheiden sich in Materialbeschaffenheit, Anzündverhalten, Brenndauer und Hitze. Die Auswahl ist letztlich abhängig von der Kohle-Qualität und der Art der Essenszubereitung. Billigkohle – oft aus Tropenhölzern oder Holzabfällen produziert – zerfällt häufig in ihre Einzelteile, sodass Asche, die ungesunde Stoffe enthalten kann, auf das Grillgut gelangt. Für die Zubereitung von Bratwürstchen oder einem Steak reichen wenige Grillbriketts oder normale Holzkohle aus.
Für einen ausgiebigen, gemütlichen Grillabend und Speisen mit langer Gardauer eignen sich Grillbriketts mit einer gleichmäßigen Hitzeverteilung und langanhaltender Brenndauer deutlich besser.

  • Während Holzkohle aus verkoktem Holz besteht, werden Briketts aus Holzkohlestaub und kleinen Holzkohlestücken oder alternativ aus Aktivkohle gewonnen. Holzkohle entwickelt stärkere Hitze und benötigt eine geringere Anzündzeit (zirka 25 Minuten), kann aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe zu ungleichmäßiger Hitzeverteilung führen und glüht verhältnismäßig deutlich kürzer.
  • Grillbriketts benötigen im Anzündkamin zirka 30 Minuten zum Durchglühen und geben aufgrund ihrer hohen Dichte anschließend eine kontinuierliche und gleichmäßige Hitze ab.
  • Flüssigkeiten wie Fett, Fleischsaft oder Marinade sollten beim Grillen mit Holzkohle nicht auf die Glut kommen, da sich dann gesundheitsschädlicher Rauch bildet, der mit dem Grillgut in Kontakt kommt.

Das Steak
Rindfleisch: Der Geschmack vom Rindfleisch entfaltet sich auf dem Kohlegrill besonders gut. Bei einem saftigen Steak empfiehlt es sich, dieses 20-30 Minuten vor der Zubereitung aus der Kühlung zu nehmen. Dadurch nimmt es die Außentemperatur an und kommt zur Ruhe. Anschließend kann man das ungewürzte Fleisch bei möglichst hoher Hitze (direktes Grillen) von beiden Seiten für kurze Zeit auf den Rost legen. Steaks, die dicker als 2,5 cm sind, grillt man nach dem Anbraten auf der Seite der indirekten Hitze zu Ende, damit das Fleisch Zeit hat, innen gar zu werden. Das Fleisch vorher mit Öl einpinseln.

 

Das Schwein

  • Pulled Pork: Eine besondere Form des indirekten Grillens ist der sogenannte Minionring. Hierbei werden die Briketts in Ringform am äußeren Rand des Grills übereinandergestapelt und an einer Seite entzündet. Die Glut frisst sich dabei langsam durch die Briketts und gibt über lange Zeit eine kontinuierliche Wärme ab. Diese Art zu Grillen nennt sich „low & slow“ und bietet sich für Produkte mit langer Garzeit an – wie etwa Pulled Pork vom Schweinenacken oder der Schweineschulter.
  • Schaschlik-Spieße sind ein Grill-Klassiker. Für den sicheren Umgang mit Holzspießen auf dem Grill können Sie die Spieße vorher etwa eine halbe Stunde im Wasser einweichen.

Das Gemüse
Gesunde Abwechslung: Gemüse grillen liegt nicht nur im Trend, sondern ist auch schnell, lecker und einfach. Der hohe Wasseranteil verhindert das Austrocknen der Speisen. Generell das Gemüse nicht direkter hoher Hitze aussetzen, da es sonst schnell anbrennt. Gefüllte Paprika, Champignons, Kürbis-Spieße, marinierte Zucchini und Tomaten mit Mozzarella-Füllung sowie Maiskolben erhalten auf dem Grill ein wunderbares, leicht rauchiges Aroma und schmecken köstlich. Dazu pikante Saucen, Salsa und Grillbutter reichen – so wird der Grillteller noch bunter und abwechslungsreicher.

 

Der Fisch
Die richtige Zubereitung ist zunächst abhängig von der Auswahl des Fisches. Für das Grillen eignen sich insbesondere fettreiche Fische wie Lachs, Thunfisch oder Schwertfisch. Magere Fische werden auf dem Grill schnell trocken. Fisch sollte bei niedriger Hitze langsam garen (indirektes Grillen). Damit der Fisch nicht am Rost kleben bleibt, sollte eine Grillschale oder ein Grillkorb verwendet werden. Bei ganzen Fischen kann man Kräuter und Zitrone in den Fisch legen. Wenn Sie zartes Fischfilet, etwa Lachs, auf Spießen grillen möchten, bekommen sie Stabilität, wenn Sie zwei Spieße verwenden und sie über Kreuz in die Filets stecken.

 

Das Bier
Grillen ohne Bier? Das geht ja gar nicht. Das kalte Bier gehört zum Grillfest ebenso dazu wie die richtige Grilltechnik, das richtige Fleisch und das richtige Wetter. Ob nun ein eiskaltes Pils aus der Flasche oder ein königlich-bayerisches Vergnügen mit einem Weißbier – erst ein guter Schluck rundet das gute Essen ab.

  • Bier über das Fleisch schütten: Das geht gar nicht! Weder beeinflusst es den Fleischgeschmack, noch hilft es auf andere Weise. Ganz im Gegenteil: Die Flüssigkeit erlischt die Glut und schleudert im schlimmsten Fall Asche auf das Grillgut. Bier gehört zwar zum Grillen, aber bitte nur als Durstlöscher. 


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